Stadtsportverband Trier spendet Defibrillatoren

Leben retten: Der Stadtsportverband hat vier Trierer Vereine mit Defibrillatoren ausgestattet.

Leben retten: Der Stadtsportverband hat vier Trierer Vereine mit Defibrillatoren ausgestattet.

TRIER. 84 Profifußballer starben weltweit in den vergangenen fünf Jahren am plötzlichen Herztod. Auch in Trier gab es in den vergangenen Jahren mehrere derartige Fälle: In der Wolfsberghalle brach ein Zuschauer mit Herzversagen zusammen, konnte aber gerettet werden, in Ruwer musste ein Schiedsrichter reanimiert werden, der später im Krankenhaus starb, und bei einem AH-Spiel in Heiligkreuz starb ein Spieler an Herzversagen. Auch wegen dieser Fälle hatte sich der Stadtsportverband Trier entschlossen, fünf Defibrillatoren anzuschaffen und diese an Vereine mit eigenen Sportstätten weiterzugeben. Wie aktuell das Thema ist, hat auch der Weltfußballverband FIFA erkannt. Beim FIFA-Medizinkongress in Budapest wurde eindringlich darauf hingewiesen, wie wichtig in solchen Fällen der sofortige Beginn der Herzdruckmassage und die schnellstmögliche Verfügbarkeit eines Defibrillators ist.

Alle über 70 Mitgliedsvereine des Stadtsportverbands konnten sich für einen Defibrillator bewerben, mussten diese Bewerbung aber auch begründen. Der Vorstand des Verbandes entschied nun über die eingegangenen Bewerbungen: Der FSV Trier-Tarforst, der SV Trier-Irsch, der Trimmelter SV und der Postsportverein Trier erhielten jeweils einen Defibrillator. Über die Vergabe des fünften Defibrillators will der Vorstand des Stadtsportverbandes Trier noch gesondert entscheiden.

In einer kleinen Feierstunde auf der Anlage des FSV Trier-Tarforst wurden die Defibrillatoren durch den Schatzmeister des Stadtsportverbandes Trier, Michael Fremdling, sowie das Vorstandsmitglied Albert Kinzig übergeben. In seiner Ansprache betonte Fremdling die Notwendigkeit der Anschaffung. Da der Stadtsportverband gleichzeitig mit dem Erwerb der Defibrillatoren mit der Lieferfirma einen zehnjährigen Wartungsvertrag abgeschlossen hat, entstehen für die Vereine als Folgekosten lediglich die Anschaffung eines neuen Akkus nach rund fünf Jahren.

Obwohl eine Einweisung in die Defibrillatoren eigentlich nicht erforderlich ist – die Geräte erklären im Einsatzfall, zu dem, wie Fremdling hervorhob, “es hoffentlich nicht kommen wird”, dem Bediener akustisch Schritt für Schritt die erforderlichen Maßnahmen –, wollen die Vereine eine entsprechende Unterweisung durch den Malteser Hilfsdienst oder das Deutsche Rote Kreuz vornehmen. (tr)


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