Theater für Kinder und Junggebliebene: Brundibár

Eine Szene aus den Proben. Foto: Theater Trier

TRIER. Ein nicht alltägliches Erlebnis bietet das Theater Trier am Donnerstag, 23. Juni. Um 11 Uhr startet im Großen Haus die Premiere der Kinderoper Brundibár von Hans Krása.

Seit Anfang des Jahres probt der Kinder- und Jugendchor des Theater Trier dieses Stück. Alle Rollen sind mit Kindern besetzt. In Brundibár geht um das alte, aber ebenso aktuelle Thema der Ausgrenzung: Es gibt immer Menschen, die ihre eigenen Interessen durchsetzen wollen auf Kosten anderer.

Diese Kinderoper begreift sich als ein starkes Plädoyer dafür, die Hoffnung nicht aufzugeben und solidarisch der Menschlichkeit zu ihrem Recht zu verhelfen. Ihr Komponist Hans Krása, selbst nach Theresienstadt deportiert, richtete sie für die dort vorhandenen Instrumente ein und führte sie bis zu seiner Ermordung in Auschwitz über 55 Mal auf.

Das besondere an der Trierer Inszenierung ist die Verschränkung der Oper mit dem fünfteiligen Lied-Zyklus ‟Dream“ der amerikanischen Komponistin Diane Abdi Robertson, basierend auf den sehr lyrisch-poetischen Texten des 14-jährigen Zeitzeugen Abramek Koplowicz, der mit seiner Familie während des 2. Weltkrieges im Ghetto von Lodz (Polen) lebte und mit seiner Mutter 1944 in Auschwitz ums Leben kam.

Weitere Termine: 29. und 30. Juni, jeweils um 18.00 Uhr. (tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Die Reporter-Meldungen, Featured 1 Kommentar

Kommentar zu Theater für Kinder und Junggebliebene: Brundibár

  1. franz kostner

    Und auch diese Produktion hat der ehemalige Intendant Karl Sibelius auf den Spielplan gesetzt. Genauso wie er den Kinderchor gegründet hat (und natürlich auch dafür angefeindet wurde). Freu mich darauf!

     

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