Theater Trier – Anzeige wegen Geheimnisverrat

Die Veröffentlichung des geheimen Prüfungsberichtes beim reporter ist Gegenstand der Strafanzeige gegen Unbekannt.

Die Veröffentlichung des geheimen Prüfungsberichtes beim reporter ist Gegenstand der Strafanzeige gegen Unbekannt.

TRIER. Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) hat als Chef der Stadtverwaltung heute bei der Staatsanwaltschaft Trier Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Geheimnisverrat gestellt. Das teilte der Sozialdemokrat am späten Abend nach der Sitzung des Rechnungsprüfungsausschusses gegenüber dem reporter mit. Der Hintergrund: Am Freitag hatte unsere Redaktion den geheimen Bericht der Rechnungsprüfer zum Millionen-Defizit am Theater Trier veröffentlicht. Der Ausschuss selbst diskutierte heute seit 17 Uhr knapp vier Stunden lang hinter verschlossenen Türen über den Bericht. “Wir geben jetzt aber keine Stellungnahme ab”, sagte die Vorsitzende Heike Franzen (CDU) unmittelbar nach Ende der Sitzung. Die Christdemokratin kündigte für morgen eine allgemeine Pressemitteilung sowie für die Stadtratssitzung am Donnerstag ausführliche Erklärungen an.

Zur Strafanzeige sagte Leibe: “Ich möchte klar differenzieren: Die Presse verwendet Material, das auf dem Markt ist, und das ist aus ihrer Sicht legitim. Hier geht es aber um die Weitergabe interner Unterlagen, und der Verdacht liegt nahe, dass diese von woher auch immer zu den Medien durchgesteckt wurden.” Die elektronische Kommunikation berge eben auch Risiken, so Leibe. Bis zum späten Abend lag noch keine offizielle Bestätigung der Staatsanwaltschaft über den Eingang der Strafanzeige vor. Nach reporter-Informationen hatten die Fraktionsvorsitzenden sich am Montag im Ältestensrat gemeinsam mit Leibe über das Vorgehen geeinigt.  Zum Inhalt der heutigen Sitzung wollte der Stadtchef sich hingegen nicht äußern. “Das ist Sache der Vorsitzenden Heike Franzen”, betonte Leibe.


Zum Thema − Der geheime Prüfungsbericht beim reporter


“Der Ausschuss hat sich dahingehend geeinigt, dass wir unmittelbar nach der Sitzung keine Erklärungen abgeben”, sagte die Christdemokratin, “schließlich haben wir nichtöffentlich getagt.” Morgen soll eine kurze Pressemitteilung an die Medien verschickt werden; für den Donnerstag kündigte Franzen eine ausführliche Erklärung zum Bericht der Rechnungsprüfer im Stadtrat an. Die wird dann Franzens Stellvertreter Carl-Ludwig Centner (SPD) abgeben, da die Ausschussvorsitzende wegen beruflicher Verpflichtungen nicht an der Sitzung teilnehmen kann.

An der heutigen Sitzung nahm auch Dezernent Thomas Egger (SPD) teil. Stellung nehmen zu seiner eigenen Position wollte der Sozialdemokrat nicht. “Weiter kein Kommentar”, sagte Egger, als er kurz nach Sitzungsende die Treppe im ttm-Gebäude in der Simeonstraße hinuntereilte. Der 46-Jährige wird demnächst als erster Dezernent in der Geschichte Triers vorzeitig aus seinem Amt abgewählt werden. (et)

Extra – Strafanzeige

Journalisten haben unter anderem nach Paragraf 53 der Strafprozessordnung (StPO) ein Zeugnisverweigerungsrecht. Wörtlich heißt es dazu in der StPO, Journalisten “dürfen das Zeugnis verweigern über die Person des Verfassers oder Einsenders von Beiträgen und Unterlagen oder des sonstigen Informanten sowie über die ihnen im Hinblick auf ihre Tätigkeit gemachten Mitteilungen, über deren Inhalt sowie über den Inhalt selbst erarbeiteter Materialien und den Gegenstand berufsbezogener Wahrnehmungen. Dies gilt nur, soweit es sich um Beiträge, Unterlagen, Mitteilungen und Materialien für den redaktionellen Teil oder redaktionell aufbereitete Informations- und Kommunikationsdienste handelt”. (et)


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Erstellt am Autor Eric Thielen in Die Reporter-Meldungen, Dossier Theater, Featured 34 Kommentare

34 Kommentare zu Theater Trier – Anzeige wegen Geheimnisverrat

  1. Thomas Schön

    Seltsam, würde der Whistleblower Interna der US-Regierung weiterreichen, wäre er ein Held. Da es aber um den Trierer Stadtrat geht, ist er ein potentieller Krimineller. Typische Trierer Hybris – wieder einmal, leider …

     
  2. Steuerzahler

    In Trier hat man den Knall noch nicht gehört! Was soll diese ganze Geheimniskrämerei, wenn es um die Verwendung und Verschwendung meiner/unserer Steuergelder geht? Statt Anzeige zu erstatten, hätte der OB den Prüfbericht besser selbst öffentlich gemacht. Aber auch hier blamiert sich Trier, so gut es kann. Kapiert es doch endlich: Alles unterm Deckel zu halten, funktioniert heute nicht mehr, da die Bürger allmählich gemerkt haben, dass nicht sie die Untertanen, sondern die Arbeitgeber der Politiker sind!!

     
    • Patrick

      Steuerzahler 16. November 2016

      In Trier hat man den Knall noch nicht gehört! Was soll diese ganze Geheimniskrämerei, wenn es um die Verwendung und Verschwendung meiner/unserer Steuergelder geht? Statt Anzeige zu erstatten, hätte der OB den Prüfbericht besser selbst öffentlich gemacht. Aber auch hier blamiert sich Trier, so gut es kann. Kapiert es doch endlich: Alles unterm Deckel zu halten, funktioniert heute nicht mehr, da die Bürger allmählich gemerkt haben, dass nicht sie die Untertanen, sondern die Arbeitgeber der Politiker sind!!
      Steuerzahler 16. November 2016

       
  3. Sascha

    Damit war ja zu rechnen.
    Ich würde als Chef auch nicht wollen das Mitarbeiter Interna in die Öffentlichkeit tragen. Als Amtsleiter kann man das, meiner Meinung nach, auch nicht einfach so durchgehen lassen.

    Ob der Bericht aber im Anschluss an die gestrige Sitzung oder nach der nächsten Stadtratssitzung komplett veröffentlicht worden wäre kann man natürlich anzweifeln, wissen werden wir es nie.

    Ich kann auf jeden Fall die Anzeige des OB juristisch genauso gut nachvollziehen wie die der AfD gegen Egger/Sibelius.

    Was die Ausgänge der beiden Anzeigen angeht hoffe ich allerdings auf zwei verschiedene Ergebnisse.

     
  4. Spekulatius

    Leider kein guter Zug. Snowden, Manning – und nun Mr. oder Mrs. X in Trier. Wobei ich unser Provinztheater(!) natürlich nicht in solch bedeutsamen Sphären ansiedeln möchte. Erinnert sich noch jemand an Glasnost und Perestroika? Und wie sieht es heutzutage in Mütterchen Russland aus? Eben, genau.

     
  5. Andi

    So sehr man den Schritt von OB Leibe juristisch verstehen kann, so sehr sollte der Stadtvorstand wie auch der Stadtrat mittlerweile ein Einsehen darin haben, dass grösstmögliche Transparenz die beste vertrauensstiftende Maßnahme ist.

     
    • Sascha

      100% Zustimmung

       
  6. Peter Buggenum

    @Steuerzahler

    Ich zitiere hier den Trier Reporter aus dem EXTRA im Artikel “Katastrophale Misswirtschaft”.

    ” Am kommenden Dienstag, 15. November, wird der Rechnungsprüfungsausschuss sich mit dem Bericht der Rechnungsprüfer befassen. Der Ausschuss ist trotz des neuen rheinland-pfälzischen Transparenzgesetzes ein vollkommen intransparentes und geheimes Gremium. Nicht einmal die Mitglieder des Ausschusses sind der Öffentlichkeit bekannt. Dem reporter liegt die interne Liste der Mitglieder allerdings vor. ”

    Was ist mit dem Transparenzgesetz? Alles geheim??? Ich denke dass Herr Leibe hier einen Fehler gemacht hat und die Anzeige kein gutes Bild auf ihn wirft. Viel zu vertuschen gibt es sowieso nicht mehr, die Bürger wissen dank des “Verräters” jetzt Bescheid.

    Ich stimme Ihnen zu, dass die Vorgehensweise von Seiten der Verwaltung eher den Eindruck verstärkt, dass die immer noch nicht verstanden haben.

    Die jetzt bekannten Details des Prüfungsberichtes wären niemals ans Licht gekommen, wenn vom Trier Reporter nicht darüber berichtet worden wäre.

    Bislang habe ich das Verhalten des SPD OB in dieser Affäre positiv bewertet. Das hat sich jetzt geändert. In diesem Fall sollte er seine Energien darauf konzentrieren, den angerichteten Schaden zu minimieren. Der Informant ist sicher nicht das Problem, ausser dass er lobenswerterweise geholfen hat, dass der Bürger jetzt einmal ein anschauliches Beispiel bekommen habt, was da im Rathaus abgeht.

     
    • Kevin

      @Peter Buggenum:

      Da Sie sich ja an anderer Stelle als AfDler geoutet haben: Bevor Sie sich weiter echauffieren, sorgen Sie doch mal für Transparenz und Einhaltung der Gesetze in Ihrem eigenen Laden! (Stichworte hierzu: Ausschluss der Presse auf Parteitagen – wie aktuell in Kehl – und Missachtung vom eigenen Mitgliederbeschluss bei der sächsischen Landesliste).

       
  7. Gertrude Schopf

    Eigentlich hat der OB die volle Verantwortung zu tragen. Er ist ja auch der Finanzchef, oderr? Und als OB hat Herr Leibe dafür Sorge zu tragen, dass seinen leitenden Mitarbeitern (Sibelius) die Strukturen geboten werden, um ihren Aufträgen auch gerecht werden zu können. Das hat er offenbar wohl selbst eingesehen. Sich immer als Retter zu verkaufen grenzt für mich an Populismus. Viele Mitarbeiter durchschauen sein Spiel.
    Zitat Leibe vor wenigen Tagen: “Es war ein Fehler, die Stelle eines Generalintendanten mit voller Verantwortung für Kunst und Finanzen auszuschreiben, aber nicht die Strukturen und das Backoffice zu schaffen, die für das Funktionieren einer solchen Konstruktion notwendig sind.“
    Lieber vor der eigenen Türe kehren, als andere ständig schlecht zu machen, um dann als Messias dazustehen.

     
    • Jens Attenberger

      Laut Rheinland-Pfälzischer Gemeindeordnung sind die Dezernenten für Ihre jeweiligen Geschäftsbereiche allein verantwortlich.

       
    • Is klar

      Welche Mitarbeiter durchschauen “sein Spiel”? Theater? Gesamte Stadtverwaltung?

      Nur mal zur Erklärung:

      Die Stellenausschreibung für die Intendanz am Theater Trier erfolgte am 20.11.2013!!!

      Im März 2014 war der neue Intendant gefunden! Herr Leibe trat sein Amt erst am 1.4.2015 an!

      Was hat er also mit der Ausschreibung zu tun?

       
    • Johann

      Nur zur zeitlichen Einordnung, da ich Ihre Argumentation überhaupt nicht nachvollziehen kann:
      Der Stadtrat hat 2013 beschlossen, daß der Nachfolger von Intendant Weber neben der künstlerischen auch die kaufmännische Verantwortung tragen solle. Dezernent Egger hat diesen Beschluß umgesetzt; Sibelius wurde 2014 von einer Kommission gewählt und hatte demnach ausreichend Zeit, um “seine” erste Spielzeit zu planen/zu budgetieren.
      OB Leibe ist erst seit April 2015 im Amt.

       
      • Maria

        Aber Leibe hat – und auch das gehört zur Wahrheit – nachträglich veranlasst, dass das Theaterbudget gekürzt wird. Zu einem Zeitpunkt, als der Spielplan festgezurrt und und Verträge geschlossen waren. Dies relativiert die “Budgetüberschreitung” der ersten Spielzeit, entschuldigt aber nicht den verantwortungslosen Umgang mit Geld des Intendanten und das fehlende Controlling durch den Dezernenten in der darauf folgenden Spielzeit.

         
        • Jens Attenberger

          Das Theater hat 2014-2016 einen Budgetsteigerung von 14 auf 15 Millionen € gehabt, und wird diese Jahr vorraussichtlich bei 17.5 Millionen Euro enden. Bei Rùckläufigen Besucherzahlen. Eine Budgetkürzung kann ich da nicht erkennen.

           
        • Johann

          @Maria
          “Aber Leibe hat – und auch das gehört zur Wahrheit – nachträglich veranlasst, dass das Theaterbudget gekürzt wird.”
          Meines Wissens täuschen Sie sich; das Theater-Budget wurde weder von OB Leibe (der ja dafür gar nicht zuständig war) noch von Dezernent Egger in den letzten 3 Jahren gekürzt. Sollte ich mich irren, bitte ich um einen entsprechenden Beleg; z.B. Link zu Presse-Erklärung o.ä.

           
  8. Melanie Meyer

    Also ich verstehe auch nicht, warum der Oberbürgermeister den ganzen Bericht nicht veröffentlicht hat. Dann wäre doch alles klar gewesen.

     
  9. Freud

    Ist schon witzig, dass diejenigen, die hier am lautesten nach Transparenz schreien, selber Anonym bleiben wollen!

    Ich fordere ein Transparenzgesetz für Internetkommentare!

     
  10. Steuerzahler

    @Freud: Es besteht ein gravierender Unterschied beim Thema Transparenz, ob es um die Kommentare privater Online-Leser geht oder um die Nutzung und Verschwendung öffentlicher Gelder. Das scheinen selbst die Bürger immer wieder zu vergessen. Insofern ist auch der Hinweis von Kommentator Sascha auf private Firmen ebenso unsinnig: Denn auch hier geht es nicht um Steuergelder und aus öffentlichen Mitteln bezahlte Dezernenten, Intendanten und andere Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes! Von einem Privatmann Leibe oder Egger, oder wie sie heißen mögen, erwarte ich keine Transparenz, aber vom OB Leibe und allen anderen schon!!!

     
    • Sascha

      Ich verweise nirgendwo explizit auf private Firmen.
      Aber ein Chef (ob privat oder im öffentlichen Dienst) kann es meiner Meinung nach nicht gutheißen wenn Interna von Mitarbeitern nach außen getragen werden.
      Und wenn die nach Außen kommen dann sollte der Verantwortliche (in diesem Fall OB Leibe) entscheiden wann und wie.
      Natürlich hat das hier jetzt wieder ein Geschmäckle von Vertuschungsversuch, das will ich gar nicht leugnen.
      Aber immerhin sieht man doch unter OB Leibe etwas passiert. ich will gar nicht wissen wie das alles unter OB Jensen gelaufen wäre…
      Und ich bin der festen Überzeugung das auch schon früher mehr passiert wäre wenn er mehr Unterstützung des Stadtrates bekommen hätte.
      Die haben sich aber lieber monatelang auf die Seite von Egger/Sibelius geschlagen obwohl sie, jetzt ja bewiesenermaßen, ganz klar von den Verfehlungen der beiden wussten.

      Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich bin auch froh dass das Papier an die Öffentlichkeit kam und zeigt wie groß die Verfehlungen im und ums Theater Trier sind/waren.
      Ich sage nur das ich die Anzeige aber auch nachvollziehen kann, hoffe jedoch, das der “Maulwurf” nicht auffliegt.

       
  11. Karl Haesser

    Es ist schon skandalös was sich in Trier bedingt durch den schwarzen,roten und grünen Filz abspielt.
    Es wird vertuscht, geheimgehalten, es wird geklüngelt und wir Steuerzahler werden für dumm verkauft!
    Ganz Trier ist dem Informanten aus dem Rathaus und dem Reporter zu Dank verpflichet!
    Auch der AfD sei gedankt für ihren Straftantrag!
    Der Filz im Rathaus war hierzu nicht imstande, wollte er doch seine Leute (Sibelius und Egger) noch gut versorgt sehen – auf Kosten der Trierer! Dass beide einen Schaden von 4 Millionen € angerichtet haben, reicht noch nicht! In der freien Wirtschaft würden beide Herren nicht einmal mehr frei herumlaufen!!
    Anstelle den Informanten anzuzeigen hätte es dem Stadtvorstand gut zu gesichte gestanden, wenn der Strafantrag, den die AfD gestellt hat, vom Oberbürgermeister gekommen wäre. Stattdesen begnügt man sich mit einer ordentlichen Kündigung und einer Abwahl – die beiden Herrrschaften fürstliche Abfindungen beschert.
    Im Mittelalter hätte man den Stadtvorstand nebst den FilZ-Stadträten an den Pranger gestellt! Schade das man das heute nicht mehr macht! Sollte man wieder einführen – den Pranger gibts ja noch!!!

     
    • Kevin

      @Karl Haesser:

      Ihnen geht es doch nicht um die Sache, sondern alleine um die Destabislisierung unserer Demokratie und die Verherrlichung der AfD.

      Man muss Ihnen dankbar sein, dass Sie sich offen für mittelalterliche Foltermethoden und das Aussetzen juristischer Mindeststandards stark machen.

      Die AfD hat eine Strafanzeige gegen Egger und Sibelius eingestellt und gleichzeitig behauptet, damit keine Vorverurteilung zu vollziehen. AfD-Posts in Netzwerken, Pressemitteilungen und auch die Kommentare einiger Wutbürger beim trier-reporter belegen aber, dass ihr Urteil schon gefällt wurde.

      Das AfD-Spiel ist durchschaubar: Die “Altparteien” sind versifft, nur die AfD ist die Verfechterin der Demokratie und Wahrheit -wobei sie mit beidem große Probleme zeigt. Aus der kleinsten Mücke machen sie einen Elephanten. Mit Stimmungsmache gehen sie auf Wählerfang.

       
      • Karl Haesser

        Tja es gibt immer noch Leute, die nicht verstehen was da im Trierer-Rathaus abgeht.
        Über 800 Millionen € Schulden, kein Geld für kaputte Straßen usw., Grundsteuererhöhung und überall wird fleißig “geblitzt” – und dann solch ein Skandal- der Stadtvorstand nebst Stadtrat sollte zurücktreten – aber dafür fehlt den Damen und Herren der Hintern in der Hose – nur durchhalten bis zur nächsten Wahl-abtauchen – aber ich hoffe, auf die einzige, echte alternative bei der nächsten Wahl- sie werden sicherlich alle ihren Denkzettel für diesen Skandal bekommen – einige vielleicht sogar einen Strafbefehl vorab.

         
  12. Peter Buggenum

    @Kevin

    Legen Sie mal die Formulierung mit dem Pranger nicht auf die Goldwaage. Gestehen Sie Karl Haesser einfach zu, dass er verständlicherweise wütend ist. Das geht übrigens vielen steuerzahlenden Bürgern so, die sich hier in die Artikelserie eingelesen haben und zu ihrem Entsetzen merken,was im Rathaus abgeht.

    Die ” Destabislisierung unserer Demokratie ” wird vor allem von den Herrschaften im Rathaus mit den hier beschriebenen Vorgängen betrieben.

    Bislang gibt die AFD Trier im Vergleich zu den etablierten Parteien eine exzellente Figur ab. Sie hat von Anfang an auf die jetzt eingetretenen Folgen und Konsequenzen hingewiesen.

    Sie schreiben: ” Aus der kleinsten Mücke machen sie einen Elephanten. ”

    Sie sind also nach dem Studium der hier in Trier Reporter offen gelegten Fakten der Meinung, dass es sich hier Peanuts handelt, wenn wissentlich/willkürlich Millionenbeträge verschwendet werden?

    Sie finden diese skandalöse Geheimniskrämerei und Vertuschungsversuche von diversen Stadtratsmitgliedern und der Verwaltung anscheinend okay und demokratiefördend.

    Gestehen Sie anderen mündigen Bürgern einfach zu, dass diese sich auf Bild der FAKTENLAGE eine selbständige Meinung erlauben.

    Diese plumpen Versuche mit der Wahnvorstellung von ” Destabislisierung unserer Demokratie ” von den wirklichen Problemen abzulenken, funktioniert doch nicht mehr. Die AFD hat hier einen erstklassigen Job gemacht. Das mag Ihnen nicht gefallen, ist aber so.

    Schauen Sie sich doch einfach einmal auf den Kommentarseiten zu den diversen Artikel hier um. Einige Ratsmitglieder haben sich ( leider eher beleidigt und nicht erklärend) hilflos geäussert.

    Finden Sie es nicht erschreckend, geradezu erbärmlich, wie sich diese Leute gegenüber fundierter Kritik verhalten?

    Als die Artikelserie begann, wurde ja auch Herrn Thielen Hetze und bestimmte politische Absichten unterstellt.

    Fakt ist: die von Ihnen so geschätzten parteipolitisch etablierten Hobbypolitiker haben aktiv mitgeholfen, Millionenbeträge zu verplempern. Das gefällt nicht jedem Bürger, der Steuern zahlt.

    Dazu kommt noch eine Verwaltung, die bevorzugt in geheimen Ausschüssen agiert und sich anscheinend in erster Linie vor allem Sorge darüber macht, dass der Bürger hier ausnahmsweise das Versagen des kompletten Rathauses im Detail vorgeführt bekommt.

    Das kann dann schon einmal dazu führen, dass der ein oder andere Poster etwas heftig reagiert. Dafür habe ich vollstes Verständnis, für den Unfug, den Sie hier verzapfen habe ich leider weniger Verständnis. Das ist aber auch egal.

     
  13. Peter Buggenum

    @Freud

    ” Ich fordere ein Transparenzgesetz für Internetkommentare! ”

    Ja das können Sie ruhig fordern und konsequenterweise gehen Sie ja mit gutem Beispiel voran.

    Leider muss man in der heutigen Zeit befürchten, dass bestimmte Kreise fundierte Kritik als “Hetze” einstufen und mit unangenehmen Konsequenzen rechnen.

    Insofern kann ich die Vorsicht verstehen.

    Haben Sie denn den Kritikern inhaltlich zu der hier gerügten Verschwendung von Millionenbeträgen etwas vorzuwerfen? Das ist doch der Punkt.

     
  14. Peter Buggenum

    @ Kevin

    ” Da Sie sich ja an anderer Stelle als AfDler geoutet haben: ”

    Sie irren sich Kevin. Ich habe mit der AFD nichts zu tun. Ich stelle lediglich fest, dass die AFD Trier mit ihren Warnungen/Prognosen zu den Vorgängen am Teheater recht gehabt hat. Das können Sie doch leicht nachlesen.

    Ansonsten ist es immer das gleiche mit Leuten wie Ihnen. Sie zünden Nebelkerzen um vom eigentlichen Thema abzulenken. Hier geht es um nachgewiesene Verschwendung von Steuergeldern und ein eklatantes Versagen von lokaler Politik und Verwaltung.

    Zu diesem Thema kommt von Ihnen leider nichts.

     
  15. Rainer Landele

    noch nicht mal der einfache umstand, dass der OB gar keine wahl hat hinsichtlich der anzeige, wird verstanden.

    aber sofort wird die anzeige wieder benutzt, um unlauteres zu unterstellen.

    gab es in der vergangenheit in trier übrigens auch schon (mehrfach), dass berichte aus nicht öffentlichen sitzungen “weiter gereicht” wurden – und dann die staatsanwaltschaft ermittelte.

    interessant auch, dass zum teil die gleichen, die nach der justiz rufen hinsichtlich egger und sibelius, bei dieser sache dem täter am liebsten einen orden verleihen würden…

     
    • Thomas Schön

      Danke, Herr Landele! Das bedeutet also, daß Sie auch für die eingeleitete Strafverfolgung der Snowdens und Mannings dieser Welt Verständnis haben. Welch ein weiter Weg für einen Grünen …

       
    • Hans Maier

      Es geht auch um andere Sachen. Wenn das zur Anzeige gebracht wurde, warum nicht schon vorher die Verschwendung von Steuergeldern?
      Warum sollte das alles geheim gehalten werden?
      Warum gehört jemand einem Ausschuss als Mifglied an, um den es gerade selbst geht?
      Warum wurde so getan, als wenn alles nur Monopoly-Geld ist?

       
  16. Karl Haesser

    … es geht nicht num die Strafverfolgung, sondern es geht darum, das ein solcher Bericht, geheimgehalten wird.
    Der Klüngel aus SPD, CDU und Grüne gehört ebenso aufgelöst wie die Dienstverhältnisse von Hr. Egger und Hr. Sibelius.
    Der Stadtvorstand hätte gegen die beiden Herren Strafantrag stellen müssen – und nicht die AfD.
    Aber Gott seis gedankt gibt es in Trier die AfD im Rathaus- zwar nur mit zwei Abgeordneten, aber die beiden sind richtig gut. Ich hoffe, dass nach der nächsten Wahl noch mehr solcher AfD*ler im Rat sitzen!!!

     
  17. Kevin

    @Karl Haesser:

    Sie wollen also die Parteien auflösen. Und Sie werden nicht müde, die AfD als einzig “gute” Partei lobzuhudeln.

    Ihr Kommentar ist nicht nur peinlich, sondern faschistoid!

     
    • Hans Maier

      Ich habe nur gelesen: den Klüngel auflösen. Von Parteien oder Fraktionen auflösen habe ich nichts gelesen.

       
  18. Peter Buggenum

    @ Kevin

    Hör mal Kevin. Nun lass man die Finger von Papas Computer und mach Deine Hausaufgaben!

     
    • Kevin

      Peter Buggenum hilft seinem AfD-Freund mit herblassenden Worten. Hochmut kommt vor dem Fall.

      Sie und Ihr Freund steigern sich mit jedem Kommentar und demaskieren Ihr verschrobenes Weltbild: Vorverurteilung, Selbstjustiz und Auflösung aller Parteien – mit Ausnahme der AfD.

      Und auf das Niveau des letzten Kommentars von Peter Buggenum herabgestiegen antworte ich: “Träumst wohl von gestern, Opa?”

       

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