Theater Trier – Fauxpas der Grünen

"Wir bleiben nicht mehr bei unseren Positionen", sagte Kewes am Donnerstag gegenüber dem reporter. Foto: Grüne Trier

“Wir bleiben nicht mehr bei unseren Positionen”, sagte Kewes am Donnerstag gegenüber dem reporter. Foto: Grüne Trier

TRIER. Schwerer Fauxpas der Trierer Grünen: Eine gestern an die Medien verschickte Pressemitteilung der Fraktion zur juristischen Auseinandersetzung zwischen Ulf Frötzschner und der Stadt hat die Partei heute kommentarlos von ihrer Internetseite entfernt. Die Anwältin des am Theater Trier fristlos entlassenen Schauspieldirektors hatte bei den Grünen interveniert. In der Mitteilung, die vom reporter wegen falscher Tatsachenbehauptungen nicht veröffentlicht worden war, hatten Fraktionschefin Petra Kewes und Johannes Wiegel, Mitglied der Grünen im Kulturausschuss, Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) ferner wegen dessen Vorgehens in der Frötzschner-Causa frontal attackiert: Leibe gieße mit seiner Entscheidung, den Thüringer ans Theater zurückzuholen, “Öl ins Feuer” statt “zur Sachlichkeit zurückzukehren”. Kewes sagte am frühen Nachmittag gegenüber dem reporter: “Nach nochmaliger Rücksprache mit dem Rathaus und dem Gespräch mit der Anwältin von Ulf Frötzschner halten wir an unseren in der Presseklärung formulierten Positionen nicht mehr fest.”

Der Oberbürgermeister reagierte heute gelassen auf die Attacken der Grünen. Er, Leibe, begrüße die Aufforderung der Grünen, mehr Sachlichkeit um die Debatte rund um das Theater Trier walten zu lassen, ausdrücklich. Kewes und Wiegel hatten ihre Presseerklärung mit “Die neue Sachlichkeit” überschrieben, den Stadtchef dann aber massiv angegriffen und ihm vorgeworfen, er treffe Entscheidungen im Alleingang und “gieße Öl ins Feuer”.

Wegen der Forderung der Grünen nach mehr Sachlichkeit, sei es “umso unverständlicher, dass genau diese Mahnung mit einer nachweislich unrichtigen und unsachlichen Darstellung der aktuellen Entwicklungen am Theater Trier einhergehe”, kontert Leibe die verbalen Attacken der beiden Grünen-Politiker in einer Stellungnahme für den reporter.


Die Pressemitteilung der Grünen von Mittwoch


Intendant Karl Sibelius sei eben nicht, wie von Petra Kewes dargestellt, lediglich Zeuge beim Gerichtstermin um den entlassenen Schauspieldirektor Ulf Frötzschner gewesen. Richtig sei dagegen, dass Sibelius von Anfang an als offizieller Vertreter der Stadt Trier an der Gerichtsverhandlung teilgenommen habe. Das Bühnenschiedsgericht Frankfurt habe ihn ausdrücklich in dieser Funktion angeschrieben und geladen.

Kewes und Wiegel hatten jedoch behauptet, Sibelius sei nur als Zeuge nach Frankfurt geladen gewesen. Diesen Eindruck hatte auch Kulturdezernent Thomas Egger (SPD) am Montag auf der Pressekonferenz des Stadtvorstandes vermittelt. Derzeit trägt jedoch Egger als kommissarischer Verwaltungsdirektor die Verantwortung für die finanziellen und personellen Entscheidungen am Theater. Dennoch ließ der Sozialdemokrat offensichtlich Sibelius die Verhandlungen in Frankfurt führen, obwohl dem Österreicher die finanzielle und personalrechtliche Regie längst entzogen worden war.

Informant “aus dem Rathaus”

Leibe: "Nachweislich unrichtige und unsachliche Darstellung", der Grünen. Am Montag hatte der Oberbürgermeister zusammen mit Egger erklärt, die Stadt werde auf den Vorschlag Frötzschners eingehen. Foto: Rolf Lorig

Leibe: “Nachweislich unrichtige und unsachliche Darstellung”, der Grünen. Am Montag hatte der Oberbürgermeister zusammen mit Egger erklärt, die Stadt werde auf den Vorschlag Frötzschners eingehen. Foto: Rolf Lorig

Als Oberbürgermeister habe er auch nicht im Alleingang den angebotenen Vergleich des Gerichts abgelehnt, betont Leibe ferner. Vielmehr habe der Stadtvorstand gemeinsam vorgeschlagen, den Vergleich nicht anzunehmen und beim Schiedsgericht eine Verlängerung der Widerspruchsfrist zu beantragen, damit der Steuerungsausschuss der Stadt sich mit der Thematik befassen und letztendlich entscheiden könne. Das soll am 22. September in der ersten Sitzung des Ausschusses nach der Sommerpause passieren.

Die Grünen verließen sich bei ihren Behauptungen in der gestrigen Presseerklärung “auf Informationen aus dem Rathaus”, wie Kewes gegenüber dem reporter betonte. Weder Kewes noch Wiegel waren bei der Verhandlung in Frankfurt zugegen. Wer aus dem Rathaus die beiden Grünen-Politiker mit Informationen versorgt hatte, die entweder falsch waren oder falsch verstanden wurden, wollte die Fraktionsvorsitzende nicht preisgeben. Nach reporter-Informationen soll jedoch ein Gespräch zwischen Egger und Kewes stattgefunden haben – bevor die Grünen ihre gestrige Pressemitteilung verschickten.

Das Schiedsgericht hatte in der rund zweistündigen Verhandlung festgestellt, dass die Begründung für die fristlose Entlassung Frötzschners nicht haltbar ist. Der Thüringer war nach dem Eklat um “Die Rote Wand”, das mediale und gesellschaftliche Reaktionen rund um den Fall der vermissten Trierer Studentin Tanja Gräff aufgreifen sollte, von Sibelius gefeuert worden. Die meisten Ratsfraktionen hatten jedoch der Erklärung Eggers geglaubt, die Kündigung sei wasserdicht und juristisch geprüft. Auch bei CDU und SPD war das Entsetzen Anfang der Woche nach dem Ergebnis der Frankfurter Verhandlung groß. “Hätten wir das mal vorher gewusst”, räumte ein Christdemokrat gegenüber dem reporter ein. Vorher heißt in diesem Fall: vor der Vertragsverlängerung für Intendant Sibelius.


Zum Thema − “Ich hab’ die Faxen dicke!”


In ihrer inzwischen zurückgezogenen Erklärung behaupten die beiden Grünen-Politiker ferner, das Gericht habe den Vorschlag unterbreitet, gegen die sofortige Vertragsauflösung Frötzschner 100.000 Euro Abfindung zu zahlen. Dabei wollten die Richter zunächst dem Angebot des Thüringers folgen: Rückkehr an Theater für ein Jahr und 50.000 Euro Abfindung. Dem widersprach Sibelius jedoch energisch. Daraufhin einigte man sich auf den Vergleich mit 100.000 Euro zuzüglich 12.000 Euro Gehaltsnachzahlung. Nach dem Telefonat mit Egger erbat Sibelius sich eine Widerrufsfrist von 14 Tagen. Die ist inzwischen bis Ende September verlängert, damit der Steuerungsausschuss am 22. September entscheiden kann.

Gegenüber dem reporter sagte Kewes: “Ich begrüße, dass Oberbürgermeister Leibe die Irritationen ausgeräumt hat.” Es sei ferner “ein gutes Zeichen im Hinblick auf die Zusammenarbeit von Rat und Verwaltung, dass die Entscheidung bezüglich des Schlichtungsvorschlags nun gemeinsam im Steuerungsausschuss getroffen wird”. (et)


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Erstellt am Autor Eric Thielen in Dossier Theater, Featured, inside54.de, Politik 42 Kommentare

42 Kommentare zu Theater Trier – Fauxpas der Grünen

  1. Joachim Baron

    Ich sag nur ”Feierabendpolitiker”, danke für den Kommentar, Herr Thielen.

     
  2. Mario Hau

    „Dass Herr Leibe für die Stadt nun jedoch schon
    entschieden zu haben scheint, diesen Vorschlag nicht anzunehmen und stattdessen einen geänderten
    Vergleich zu unterbreiten, bei dem Frötzschner für eine Spielzeit ans Theater zurückkehren und dann
    50.000 Euro Abfindung erhalten soll, verwundert schon. Besonders vor dem Hintergrund, dass Rücklagen
    in Höhe von 300.000 Euro gebildet wurden und somit auch das Angebot des Gerichts darstellbar
    gewesen wäre“

    Die grüne Parallelwelt in ihrer schillerndsten Form: Wie, ja wie nur kann es ein Oberbürgermeister wagen, 50.000 Euro Abfindung und das Jahresgehalt eines Ersatzmannes einfach so einzusparen, wo man den Bürgern doch schon 300.000 Euro in Form von “Rücklagen” aus dem Stadtsäckel geleiert hat, um Sibelius’ Personalwünschen zu entsprechen? Wobei es schon grotesk ist, von “Rücklagen” zu sprechen.

    Leibe wagt es hingegen einfach so, genau das nicht zu tun und stattdessen etwa 130.000 Euro einzusparen. Und das ist richtig so!

    Dafür haben die Grünen selbstredend kein Verständnis, ist ja nicht ihr Geld. Stattdessen liest man Sibelius lieber jeden Wunsch von den Augen ab, um bloss nicht “denjenigen in die Hände zu spielen, die das Theater in Gänze in Frage stellen.”

    Hätten die Grünen auch nur ein Fünkchen Realitätssinn, dann würden sie erkennen, dass sie mit ihrer Politik das Stadttheater selbst in Frage stellen, indem sie es als treibende Kraft zielsicher in den Ruin führen. Und irgendwann, ganz klar, muss dann tatsächlich die Frage gestellt werden, wie viel Geld der Bürger man da noch reinpumpen will, obwohl sich 90% der Bürger gar nicht dafür interessieren…

     
  3. Augur

    Ach, Herr Hau. Wenn es nach Ihnen bzw. der AfD ginge, würde das Theater entweder geschlossen oder das Kulturprogramm “gleichgeschaltet” werden. Und wenn man einige Posts auf den Netwerken von AfD-Mitgliedern und ihren Sympathisanten liest, würden die am liebsten die “Lügenpresse” und “Altparteien” abschaffen – allen voran die Grünen. Ihre geheuchelte Bekümmertheit ist ekelerregend!

     
  4. Susanne Decker

    Feierabendpolitiker – quod erat demonstrandum, das ist echte Realsatire, nur das Lachen bleibt mir irgendwie im Hals stecken…

     
    • Rainer Landele

      es sind, was augenscheinlich auch der rasende reporter nicht sieht, ehrenamtlich tätige menschen. machen die fehler? klar! hier auch? vermutlich! aber wenn ich so einen shice lese wie eiterbeulen und feierabendpolitikerInnen, ja dann nur zwei dinge:

      1. so wird demokratie untergraben. kennt man ja aus der weimarer zeit…

      2. macht es besser, ihr klugshicer

      disclaimer, wie es halt üblich ist heutzutage, damit jede/r deppIn es versteht: nein, ich halt die PM der grünen nicht für “toll”, sondern für…kacke…

       
      • augur

        Tut gut zu hören Herr Landele, dass Sie sich von der PM abgrenzen.

         
        • Ausscheidung

          Achso “kacke” heißt abgrenzen? Ist aber auch schwer zu verstehen der Herr Landele, bei soviel politischem fundierten Inhalten in seinen Kommentaren. Diese Fäkalsprache ist ja voll trendy in der Politik, ey kacke noch eins, kacke, kacke, kacke Klo? Klopapier? Pressemitteilung Grüne? Zusammenhang!?

           
          • Meisterschaft des politischen Statements

            Mein Gott, er hat sich getraut Öffentlichkeit “kacke” zu schreiben, welch Götterdämmerung! Aber es ist ihm nicht leicht gefallen, erst die Punkte … welch gekonnter textlicher Kniff zur Erzeugung von Spannung, der Symbolisierung von Widerstand, und dann das WORT, und zum Ausklingen nochmals die drei Punkte … mehr Inhalt in einem Satz, nein nicht möglich!

      • Hans Maier

        Die aktuelle Postenschacherei hat mit Demokratie auch nichts mehr zu tun und schadet der Allgemeinheit.
        Herr Landele, ich habe leider keinen Verbesserungsvorschlag, aber was zur Zeit abgeht, das ist alles nur noch Tragikkomödie.
        Natürlich macht der Rat die Arbeit ehrenamtlich. Es sind viele, die sich wirklich bemühen, und das soll nicht negativ gemeint sein.
        Am Ende werden diese Personen leider immer wieder durch Fraktionsvorgaben zu einer Stimmabgabe gedrängt, die mit dem tatsächlichen Geschehen nichts zu tun haben und eine Vertreteung der Wähler nicht mehr statt findet.

         
      • Susanne Decker

        Eines ist sehr auffällig, Herr Landele: Nein, ich meine gar nicht Ihre augenscheinliche Überheblichkeit, sondern die Tatsache, dass Sie sich offenbar vor allem mit der Berichterstattung und den Kommentaren rund um dieses Theater-Trauerspiel befassen. Zu den Vorgängen selbst liest man hingegen kaum etwas von Ihnen – von der Distanzierung zu der Grünen-PM mal abgesehen, aber dazu gehört in dieser hochnotpeinlichen Angelegenheit nicht allzuviel Mumm…

         
      • Stephan Jäger

        Hmmm die „Weimarer Zeit“ mal wieder!

        Das ist ja das Praktische an der Nazikeule: Dass man sie wirklich zu ausnahmslos JEDER Gelegenheit schwingen kann und dadurch automatisch IMMER im Recht ist.

        Wenn aber das Schwingen irgendwann zur letzten verbleibenden „Kernkompetenz“ einer Partei wird, dann muss man sich wohl fragen, was diese Partei noch an Positivem zum gesellschafllichen Gelingen beizutragen hat.

         
      • Ex-Grüner, der gerne CSU-Mitglied wäre

        “kennt man ja aus der weimarer zeit”

        “Weimar” und “Zeit” schreibt man groß, außer man nutzt den Hinweis eh nur als Plattitüde.

         
      • peinlich

        Ach Herr Landele, man kann Sie eigentlich gar nicht mehr ernst nehmen und die Grünen in Trier sowieso nicht.Auch wenn man es ehrenamtlich macht, sollte man sich der Verantwortung bewusst sein, auch der für den Umgang mit Geldern bzw. Steuereinnahmen. Ich weiß nicht, was Frau Kewes und Herr Sibelius verbindet, aber es ist doch offensichtlich dass sie und die Grünen, wie auch Sie jeglichen Sinn für Realität und Objektivität verloren haben. Und andere Menschen mit Klugscheißer (schreibt man übrigens wenn dann so) tituliert, hat man in einer politischen Diskussion eh schon verloren. Nur der dem die Argumente ausgehen, fängt an zu schimpfen, dass erzählt man kleinen Kindern, aber Sie Herr Landele, sind nicht entfernt von diesem kindischen Verhalten. Sie können sich ja noch nicht mal normal ausdrücken, so wie Sie schreiben könnte man meinen, Sie tun dies unter dem Einfluss irgendwelcher Substanzen oder Sie litten am Turret-Syndrom!? Ach die Grünen in Trier dürfen Fehler machen, aber natürlich sonst niemand. 😉 Lesen Sie doch mal den Kommentar im Volkfreund, von wegen Politikverdrossenheit. Achso und wenn die freie Presse kritisch kommentiert, sind wir in der Weimarer Zeit!? Ihr Verständnis von Demokratie ist seltsam! Es wundert mich auch nicht, dass einige ehemalige Grüne bei den Rechten gelandet sind mit diesem diktatorischen Sendungsbewusstsein und der Hüterei der einzigen Wahrheit. 😉 rein theoretisch könnte man Sie hier wegen Bekleidung anzeigen, aber das lohnt den Aufwand nicht! Herr Landele, Sie dienen keineswegs der Demokratie, eher schaden Sie ihr. Suchen Sie sich doch bitte ein anderes Ehrenamt, wo Sie wirklich helfen können!

         
        • Vorauseilender Gehorsam

          shice = “Forendeutsch für “Scheiße”. Man benutzt es, wenn man das Wort “Scheiße” nicht aus seinem Beitrag herausgelöscht haben möchte. Erfreut sich auch in der Schreibweise “shyze” einer gewissen Beliebtheit.”
          Na schon Bammel beim Formulieren gehabt 😉

           
      • verstehen!?

        Herr Landele, nein ich verstehe Ihre geistigen hingerotzten Ergüsse nicht! Ich würde sogar soweit gehen, dass man glauben könnte, dass Sie sie selbst nicht verstehen!? 😉 disclaimer! Ne ne ne 😉
        Ihr Leitspruch scheint zu sein: “Alle anderen sind Deppen außer mir!” Schade, dass es keine Monarchie mehr gibt. Ich, der König aller Deppen, sorry, vertippt, der König über allen Deppen!

         
      • Stephan Jäger

        „damit jede/r deppIn es versteht“

        Außerdem entspricht die Gender Schreibweise doch absolut nicht dem, was die Grün*innen auf ungezählten Parteitagen und in jahrelanger mühevoller politischer Arbeit als gut und (einzig) richtig erkannt haben!

        http://www.spiegel.de/politik/deutschland/die-gruenen-machen-geschlechtsneutrale-sprache-zur-pflicht-a-1063228.html

        Ein offener Revoluzzer in den eigenen Reihen also auch noch. Pfui!

         
        • Marco Berweiler

          Wenn ich diesen Gender-Schwachsinn lese, frage ich mich, aus welchem Parallel-Unsiversum man als Mensch*in so alles kommen kann … als ob die Grünen sonst keine wichtigeren Probleme zu lösen hätten …

           
  5. Der echte augur

    Als der echte augur kann ich dem vorhergehenden Kommentar von “augur” nur voll und ganz zustimmen.

     
  6. Marco Berweiler

    die Grünen … Hauptsache, sich mal vorschnell zu Wort gemeldet …

    Fakt ist doch, dass das Theater tot ist, und in den Sternen steht, wer die Sanierungskosten überhaupt bezahlen soll bzw. kann.

    Bin mal gespannt, welchen Klopper sich Egger dann wieder leistet …

     
  7. Stephan Jäger

    Wieder was gelernt!

    Wenn man, statt 50.000, 100.000 Euro auf den Kopp haut, ist das „darstellbar“, solange 300.000 Euro da sind!

    Man würde gerne um Popcorn bitten…wenn man nicht gerade kotzen müsste.

     
  8. walter sobchack

    ja ja die trierer grünen … sollten kommendes jahr unbeding den rosenmontagszug anführen …

    haben ja genug motive für einen wagen. die egbert schule oben drauf montiert … landele mit nem riesenmegaphon, heinrich mit nem gängelband , kewes mit nem maulkorb und kretzer legt sich quer (seine einzige aussage der tollen wahlkampfposten) auf den wagen …

    da einem bei all der grünen hobbypolitik das lachen im hals stecken bleiben könnte, kann man nur noch mehr den kopf schütteln …

    hoffentlich spricht leibe noch weitere machtworte und zeigt dem stadtrat(los) wie politik ohne interne ränkespiele gemacht wird !

     
    • Ex-Grüner, der gerne CSU-Mitglied wäre

      Noch ein Alles-Kleinschreiber – oder ist das vielleicht gar Rainer Landele in seinem zweiten “ich”? 😉

       
      • GROSS

        ER HAT DEN COOLEN TREND VERPASST, NEIN NICHT ALLES KLEIN, SONDERN ALLES GROSS SCHREIBEN, WENN MAN SCHON KEINE INHALTE HAT, DASS MACHT DOCH MAL RICHTIG EINDRUCK VON WICHTIGKEIT, ODER????? UND NATÜRLICH FÄKALBEGRIFFE, DANN HAT MAN DEN SLANG DER UNTERSCHICHT, SAUWER!
        RASENDER REPORTER!? ICH LACH JETZT NOCH ÜBER DIESEN GRANDIOSEN WORTWITZ! EITERBEULEN, DEPPEN, KLUGSCHEISSER, BITTE MEHR DAVON, WOW IST DAS AUTHENTISCH UND LÄSSIG, VOLL HIGH EY!

         
  9. Kevin

    Mich würde interessieren, wieviele derjenigen, die hier über die Grünen ihre Häme ausschütten, an anderer Stelle über die “Lügenpresse” schimpfen und jegliche Berichterstattung, die nicht in ihr Weltbild passt, grundsätzlich in Frage stellen.

    Und Hand aufs Herz, liebe Leserbriefschreiber, Kommentatoren, Journalisten: Wer von Ihnen ist nicht auch schon einmal glaubwürdig erscheinenden Fehlinformationen aufgesessen, hat auf Gerüchten und Halbwissen seine Argumentation aufgebaut? Im Nachhinein ist man immer schlauer!

    Geht es hier Einigen tatsächlich um den “Fauxpas der Grünen”, um den Austausch von Eitelkeiten zweier Theaterleute? Nein. Bei Einigen geht es – so hat es den Anschein – um die Demontage missliebiger Personen, die Bestätigung von Vorurteilen, den Abbau von Neidkomplexen und das Ausleben ihres Wutbürgertums unter falschen Namen.

     
  10. Stephan Jäger

    „Bei Einigen geht es – so hat es den Anschein – um die Demontage missliebiger Personen, die Bestätigung von Vorurteilen, den Abbau von Neidkomplexen und das Ausleben ihres Wutbürgertums unter falschen Namen.“

    Sorry, Kevin, aber leider Thema völlig verfehlt!

    Es ist ein Unterschied, ob man auf zweifelhaften Informationen eine persönliche Meinung oder die Argumentation in einer privaten Diskussion aufbaut, oder, ob man aufgrund solcher Informationen in einer ohnehin schon emotional hoch aufgeheizten ÖFFENTLICHEN Diskussion versucht, das ganz große Rad zu drehen und dann auch noch explizit den Anspruch auf „Sachlichkeit“ erhebt. Der Unterschied besteht ganz klar in dem „Qualitätsanspruch“, den man gefälligst an die Quelle zu stellen hat.

    Es geht hier den allermeisten Leuten sicherlich nicht darum, irgendwen zu „demontieren“. Der Vorwurf ist außerordentlich billig! Aber, wenn man sich in einer Situation wie der aktuellen ausgerechnet denjenigen, der seit Monaten versucht einen Misthaufen halbwegs zu ordnen, der sich ganz sicher nicht darum gerissen hat und ebenso sicher viel lieber schöne konstruktive Sachen für die Bürger und die Stadt machen würde, als Zielscheibe aussucht, ihm „politische Machtspiele“ vorwirft und die „Sachlichkeit“ für sich selbst proklamiert…das alles aufgrund falscher Informationen, die man nicht überprüft hat, weil sie einem gerade so schön in den Kram gepasst haben, dann brauch man niemanden mehr, der einen „demontiert“. Weil man das in dem Fall, besser als es irgend jemand anderes könnte, selbst erledigt.

     
  11. Thomas Söhnler

    Die Kleinschreibung hat nichts mit pilitischer Einflussnahme zu tun ! Das Bauhaus in Dessau hat es klar formuliert: “wir schreiben alles klein, denn wir sparen dadurch zeit.” Wie hier im Kontext einer verfehlten Kulturpolitik, die sicherlich nicht der Idee des Bauhauses huldigt (i.e. Herr Karl Sibelius scheint in Trier die Bauhausidee nicht als fortschrittlich in ihrer Zeit anzuerkennen), umgegangen wird, wird der historische Kulturbegriff pervertiert. Wenn Trier es wünscht, einen Hausfrauenintendanten zu beschäftigen, der künstlerisch gefühlte 20 Jahre hinterherhinkt, dann tragen Sie (die Trierer) bitte die kosten und nölen (gemäß Stephan Andres) Sie bitte nicht herum. Sie wollten es doch so.

     
    • Stephan Jäger

      Inzwischen könnte man es doch eigentlich verstanden haben, Herr Söhnler:
      Kritisiert wird nicht in erster Linie Herrn Sibelius’ künstlerisches Wirken. Darüber mag man denken, was man möchte. Möglicherweise war dies für das Trierer Theater tatsächlich ein Schritt nach vorne.

      Kritisiert wird das unterirdische Management und die ebenso unterirdische Personalführung, die er sich – ganz offensichtlich ohne dazu befähigt zu sein – in narzisstischer Selbstüberschätzung selbst zugetraut und den Leuten, die davon betroffen sind oder den Deckel am Ende bezahlen müssen, zugemutet hat.

      Herr Leibe würde sich wohl kaum an eine Inszenierung wagen. Das aber wäre hier in etwa die Entsprechung.

       
      • Anna Majewski

        Bravo!

         
  12. Marco Berweiler

    “Wer aus dem Rathaus die beiden Grünen-Politiker mit Informationen versorgt hatte, die entweder falsch waren oder falsch verstanden wurden, wollte die Fraktionsvorsitzende nicht preisgeben. Nach reporter-Informationen soll jedoch ein Gespräch zwischen Egger und Kewes stattgefunden haben – bevor die Grünen ihre gestrige Pressemitteilung verschickten.”

    Nun, wenn man Egger befragt, dies dann alles auch noch glaubt und zum Rundumschlag gegen den OB verwendet, ist man es nun wirklich selbst schuld …

     
    • Alexa

      @Herr Berweiler: Und welche Schlussfolgerung ziehen wir daraus? Herr Egger hat den Durchblick und die Kontrolle sämtlicher Vorgänge in seinem Dezernat vollends verloren.

       
  13. Dietmar Marx

    Die Grünen sind doch immer wieder für eine negative Überraschung gut. Naja, wenn man sich die letzten Ergebnisse in MeckPomm oder RLP anguckt, dann wundert einen nix mehr. Wer so realitätsfremde Politik macht, der wird halt abgestraft. Eben schreibt Herr Thielen noch -starker Tobak- von den politischen Amateuren und dann so was. Passt dann wie die Faust auf Auge, als hätte es da einer vorausgesehen.

     
    • Dieter Holbein

      Herr Marx: das ist mal wieder so ein Kommentar (wie so viele hier), dessen einziges Ziel es ist Andere schlecht zu reden. Gleichzeitig fehlt Ihnen der Mut (oder die Fähigkeit?) eine konkrete Meinung zu äußern und konstruktive Gegenvorschläge zu unterbreiten.

       
  14. augur

    Sehr geehrter Herr Marx. Sie dürfen Äpfel nicht mit Birnen verwechseln. Wie bei anderen Parteien gibt es auch bei den Grünen verschiedene Flügel. Die Trierer Grünen sind (leider) nicht die gleichen wie auf Landesebene Rlp oder in MeckPomm. In Trier haben die Grünen eine Koalition mit der CDU und im Land Rlp mit der FDP und SPD. Deutlicher könnten die Unterschiede nicht sein. Spannend wird es jetzt in Trier, wenn es um den Moselaufstieg geht. Die Trierer CDU ist seit Jahren starker Befürworter, während die Grünen strikt dagegen sind. Warten wir es ab, ob ihre “Verantwortungsgemeinschaft” das aushalten wird.

     
    • Stephan Jäger

      Wer, werter augur, glaubt, alleine anhand der „Farbkombinationen“ zwischen den Trierer- und den Landes-Grünen grundsätzlich unterschiedliche politische Stoßrichtungen ausmachen zu können, bewegt sich doch sehr an der Oberfläche. Und er ist offensichtlich noch nicht so recht in einer Realität des 21. Jahrhunderts angekommen, in der ohnehin auf sämtlichen politischen Ebenen alle Farben – bis auf eine besonders hässliche – beinahe bis zur Unkenntlichkeit verwaschen sind.

      Die von der Ampel im Land abweichende (ja ausdrücklich NICHT)Koalition in Trier ist halt ganz pragmatisch alleine der rechnerischen Erzielbarkeit von klaren Mehrheiten geschuldet. Hätte es hier nach der letzten Stadtratswahl für ein starkes Rot/Grün gereicht, gäbe es wohl keine „Verantwortungsgemeinschaft“. Hat es aber nicht. Und auf ein ständiges Gepatte gegen die Union und die beleidigten Leberwürste mit zwei FDP-Männiken oder gar denen, mit denen man aus Prinzip nicht einer Meinung sein will, als Zünglein an der Waage hatte wohl niemand Lust.

       
      • augur

        Was ist ihre Prognose Herr Jäger zum Abstimmungsverhalten der “Verantwortungsgemeinschaft” in Sachen “Moselaufstieg”? Werden die Trierer Grünen mit der CDU mit “Ja” stimmen, wenn das Geld vom Bund tatsächlich kommen sollte? Die Landesgrünen haben sich ja klar dagegen entschieden und die Kröte der Hochmoselbrücke geschluckt für die Koalition.

         
        • Stephan Jäger

          Da muss man wirklich kein Hellseher sein:
          Die Grünen in Trier werden ganz sicher NIEMALS für den Moselaufstieg stimmen. Es wäre ein 100%iger Verrat an allen, die sie in den letzten 10 Jahren gewählt haben, an allem, was sie für richtig halten, und an den Grundwerten grüner Politik.

          Soweit ich mich erinnere, war das sogar Bestandteil der Vereinbarung und mit Grund dafür, dass es eben KEINE Koalition ist, dass Fragen wie diese nicht verhandelbar sind.

           
    • Marco Berweiler

      die CDU musste schon der Egbert-Sanierung zustimmen, dafür haben die Grünen zuvor für den dm-Markt auf dem Petrisberg gestimmt.

      Ich glaube und hoffe nicht, dass sich die Grünen beim Moselaufstieg durchsetzen werden …

       
      • Stephan Jäger

        „Ich glaube und hoffe nicht, dass sich die Grünen beim Moselaufstieg durchsetzen werden …“

        Der Moselaufstieg wird sich wohl spätestens nach der Bundestagswahl im nächsten Jahr und dem sicheren Ende des mit solidem Abstand schlechtesten Bundesministers aller Zeiten, dessen „Intelligenz“ sich im wesentlichen in einer vom Imageberater verschriebenen Fensterglasbrille manifestiert, (hoffentlich) für alle Zeiten erledigt haben.

         
      • augur

        Ich bin schon gespannt, wie sich die “Verantwortungsgemeinschaft” bei den anstehenden weiteren Schulbau- und Sanierungsprojekten bei den Abstimmungen verhalten wird, wenn es unm die Einhaltung der Ausgabengrenze der ADD bzw. des Landes gehen wird, um die 16 Mio vom Land zur Entschuldung zu bekommen.

         
      • Alwin Müller

        ja, ja, Herr Berweiler. Und die FWG hat sich im Kommunalwahlkampf für den Erhalt aller Grundschulen eingesetzt und vergessen den Wählern zu sagen, dass sie nur die Grundschule Pfalzel meinten.
        Sie scheinen ja den totalen Durchblick zu haben. Welche weiteren Mutmassungen zur Kommunalpolitik verrät Ihre Glaskugel noch?

         
  15. Jan Altman

    Die Grünen in Trier vertreten in erster Linie die Interessen des Stadtteils Gartenfeld. So lange sich das nicht ändert sind sie für mich nicht wählbar. Auf Bundesebene sieht es anders aus.

     
    • augur

      Tja, Herr Altman, der einzige Ortsvorsteher-Posten hat halt seinen Preis. So läuft eben leider Politik und in Trier besonders. Da sieht jeder zuerst seinen Ortsteil und die, die keine (starke) Lobby im Rat oder in der Fraktion haben, gucken eben dann in die Röhre. Siehe z.B. Ehrang, wo sich über Jahrzehnte nichts tat. Herr Heinrich kann sich so jetzt schon seiner Wiederwahl sicher sein, auch wenn andere Schüler(innen) und Eltern in dieser Stadt massiv unter der Entscheidung leiden werden, weil für andere Sanierungen/Lösungen bei Schulgebäuden das Geld nun fehlen wird. Bereits jetzt ist absehbar, dass es (weitere) Auslagerungen von Klassen in andere Schulgebäude geben wird als Folge des Baubeschlusses. Kurz gedacht, wenn längere und andere Beine länger laufen müssen. Traurig. Oder typisch Trier?

       

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