Theater Trier – “Mehr wissen, weniger glauben”

Marion Schneid, CDU-Chef Udo Köhler und Kulturjournalist Martin Eich stellten sich am Mittwochabend den Fragen der Triererinnen und Trierer. Alle Fotos: Rolf Lorig

Marion Schneid, CDU-Chef Udo Köhler und Kulturjournalist Martin Eich stellten sich am Mittwochabend den Fragen der Triererinnen und Trierer. Alle Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Nein, das war keine Alibiveranstaltung. Die CDU hat am Mittwochabend übers “Theater ums Theater” diskutiert. Befürchtungen, es könnten wieder – wie so oft in den vergangenen Monaten – hohle politische Phrasen gedroschen, Plattitüden hinausposaunt und Floskeln ausgetauscht werden, zerschlugen sich schnell. Im vollbesetzten Foyer des Theaters entwickelte sich eine erfrischend-offene zweistündige Debatte, die viele Türen aufstieß. Grundlegende Fehler wurden klar benannt, Kritik schonungslos geäußert. Der Theater-Kritiker Martin Eich, Feuilletonist und Gast-Autor des reporters, las der hiesigen Politik die Leviten. CDU-Chef Udo Köhler moderierte souverän und zurückhaltend. Marion Schneid, kulturpolitische Sprecherin der Union im Landtag, ergänzte die Faktenlage aus Sicht der Mainzer Politik. Kurzum: zwei wichtige Stunden für die politische und kulturelle Szene der Stadt. Das Rathaus arbeitet nach reporter-Informationen unterdessen an einer Vorlage für den Steuerungsausschusses in der kommenden Woche, mit der die fristlose Trennung von Intendant Karl Sibelius angegangen werden soll (siehe Extra). Eine Kritik von Eric Thielen

Das passiert bei Politikern nicht oft: Als Oberbürgermeister und Sozialdemokrat Wolfram Leibe sich von seinem Platz erhob, brandete der Applaus schon auf, bevor der Stadtchef auch nur ein einziges Wort zur Dauerkrise am Theater sagen konnte. Leibe saß mit seinem persönlichen Referenten Matthias Berntsen bei der CDU-Veranstaltung in der ersten Reihe. “Es geht hier nicht um Parteipolitik”, hatte Leibe schon im Vorfeld der Veranstaltung gesagt, “sondern um die Institution Theater und um deren Überleben.” Dieser Linie blieb der Stadtchef auch in seinem kurzen Statement treu – wie er sich selbst und seiner Überzeugung überhaupt in den letzten Monaten stets treu geblieben war, als er quasi im politischen Alleingang gegen den Untergang des kulturellen Flaggschiffs vom Augustinerhof kämpfte. Eich adelte Leibe als “Held der Saison”. “Seien Sie froh, dass Sie diesen Mann hatten”, sagte der Journalist, “sonst müssten Sie jetzt über ganz andere Horrorzahlen diskutieren.” Für Leibe steht fest: “Das Theater ist wichtig, aber gerade noch 75.000 Besucher bei einem Eigenanteil von nur zehn Prozent in der Gesamtfinanzierung sind zu wenig, um zu überleben.” Deswegen sei die konstruktive Debatte über die Zukunft des Kulturhauses enorm wichtig.


Zum ThemaBugwelle am Augustinerhof


Noch steht die politische und juristische Aufarbeitung des Theater-Skandals aus. Von Grünen und Linken etwa fehlt bisher jedwede Stellungnahme. Beide Parteien hingen bis zuletzt in Nibelungentreue an Sibelius. Das galt zumindest bis zum Montag letzter Woche auch für Teile der CDU und ferner für die SPD, die in den vergangenen Monaten beileibe nur selten geschlossen an der Seite ihres Oberbürgermeisters stand. Am Mittwochabend erfuhr der Stadtchef zum ersten Mal auch öffentlich jene Würdigung, die ihm als führendem Protogonisten in der Aufklärung des Skandals zukommt. Und das ausgerechnet während einer Diskussionsrunde der Union.

Der Theater-Skandal beschäftigt die Trierer, wie das vollbesetzte Foyer am Augustinerhof zeigt.

Der Theater-Skandal beschäftigt die Trierer, wie das vollbesetzte Foyer am Augustinerhof zeigt.

Eich schonte in seiner Kritik an den Trierer Zuständen aber auch die Christdemokraten nicht. Der Kulturjournalist legte gleich mehrere Finger in die nach wie vor offenen Wunden. Fehler über Fehler seien gemacht worden, quer durch die politische Szene. Als er seinen Artikel Notizen aus Absurdistan schrieb, habe er sich nicht vorstellen können, dass es noch absurder gehe. Die Trierer Politik habe ihm dann das Gegenteil bewiesen. Von den vier Grundvoraussetzungen für einen funktionierenden Theater-Betrieb, ausreichend finanzielle Mittel, Akzeptanz des Publikums, integre Führungspersönlichkeit als Intendant sowie eine Stadtgesellschaft, in der auch die Kulturuninteressierten das Theater als Institution akzeptieren, “sind Sie ähnlich weit entfernt wie ein Amazonas-Stamm von der bemannten Marsmission”. Eichs Fazit: “Hier wurde die Illusion zur Kalkulation gemacht.”

“Sie haben russisches Roulette gespielt”

Köhler dürfte bei einigen Sätzen Eichs kräftig geschluckt haben. Doch der CDU-Chef akzeptierte die harsche Kritik des bundesweit geschätzten Feuilletonisten widerspruchslos. Denn inzwischen hat sich auch in der Union die Erkenntnis durchgesetzt, dass haarsträubende Fehler gemacht wurden, die seit dem Mai − Das Minus-Haus − durch weitere Fehler zudem noch potenziert wurden: etwa durch den neuen Vier-Jahres-Vertrag für Sibelius. “Sie haben alle Alarmsignale ignoriert”, stellte Eich schonungslos fest. Die Fehlerkette habe aber schon vor Sibelius angefangen, sei dann in der Findungskommission fortgesetzt worden und habe ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht, “als Intendant und Kulturdezernent nach Belieben schalten und walten und das Haus nach Gutsherrenart führen durften”.

Hier widersprach Gerd Dahm, Ex-Stadtrat der Grünen und selbst in der Findungskommission für die Auswahl von Sibelius als Intendant verantwortlich. “Wir haben nachgefragt”, sagte Dahm “aber damals hat uns keiner gesagt: nehmt den bloß nicht.” Ferner sei es leicht, so der Ex-Stadtrat, “mit dem heutigen Wissensstand den Fehler von damals zu benennen”. Die Findungskommission habe schließlich auch Viktor Puhl und Gerhard Weber gefunden. Dahm ist bislang der einzige Trierer Kommunalpolitiker, der sich öffentlich klar zu seiner Verantwortung bekannte und seinen Fehler bei der Verpflichtung von Sibelius auch einräumte. Der Arbeit des Kulturausschusses stellte der Grüne hingegen ein schlechtes Zeugnis aus. “Der gleicht inzwischen dem Sportausschuss: Wenn es eng wird, wird alles an den Steuerungsausschuss abgeschoben.”

Eich legte schonungslos die Finger in die nach wie vor offenen Wunden.

Eich legte schonungslos die Finger in die nach wie vor offenen Wunden.

Perspektivisch forderte Dahm einen neuen Intendanten für das Theater: “Wir brauchen ein neues Gesicht an der Spitze, sonst funktioniert es nicht.” Dem schloss sich auch Eich an. Der Journalist schlug eine Kombination vor: “Machen Sie mit der aktuellen Mannschaft weiter und holen Sie zusätzlich einen neuen Intendanten.” Für den Feuilletonisten steht zweifelsfrei fest: “Das Haus hat Potenzial, und die Stadt hat eine großartige Geschichte.” Die eklatanten Fehler der jüngsten Vergangenheit dürften sich jedoch nicht wiederholen. Bei seinen eigenen Recherchen sei er auf eine geradezu erschreckende Naivität und fehlendes Wissen bei den Kommunalpolitikern gestoßen. Dabei hätten die Kommunalpolitiker durchaus wissen können − etwa durch die ausführliche reporter-Berichterstattung seit Mai. “Seien Sie sich bewusst”, kritisierte der Journalist diese Art der Lokalpolitik, “dass Sie mit der Verpflichtung von Sibelius russisches Roulette gespielt haben, wobei in Ihrer Trommel gleich fünf Kugeln waren.” Künftig sollte der Grundsatz gelten: “Sie müssen mehr wissen und weniger glauben!”

Der Tenor im Publikum war eindeutig: Sibelius ist als Intendant Geschichte am Trierer Theater. Daran ließen die vielen Wortmeldungen und Fragen keinen Zweifel aufkommen. Ob mit Sibelius auch Kulturdezernent Thomas Egger (SPD) fällt, wird sich demnächst in der politischen und juristischen Aufarbeitung des Skandals zeigen. Der Rücktritt des Sozialdemokraten, der sich seiner Verantwortung in der persönlichen Konsequenz bisher entzieht, wurde am Mittwochabend erneut von mehreren Rednern gefordert. Eichs Urteil war eindeutig: “Sie haben einen OB, der sich in der Kultur auskennt, der Kulturdezernent hingegen kennt sich nicht aus.”

Extra

Die Verwaltung arbeitet derzeit nach reporter-Informationen an einer Vorlage für die nichtöffentliche Sitzung des Steuerungsausschusses in der kommenden Woche. Auf Grundlage des Papiers soll Intendant Karl Sibelius fristlos gekündigt werden. Darüber hat Oberbürgermeister Wolfram Leibe am Mittwochnachmittag die Fraktionsvorsitzenden informiert. Der Österreicher ist aktuell auf unbestimmte Zeit krankgeschrieben. Eine Kündigung ist aber auch während des Krankenstandes möglich. Bisher hat Sibelius sich nach weiteren reporter-Informationen noch nicht zu den Budgetüberschreitungen geäußert. Kulturdezernent Thomas Egger (SPD) hatte den Intendanten schriftlich zur Stellungnahme aufgefordert. Das Theater muss im laufenden Geschäftsjahr 2016 ein Defizit von mindestens 2,3 Millionen Euro verkraften. Mehr als eine Million Euro müssen über einen weiteren Nachtragshaushalt gegenfinanziert werden. Der Etat im vergangenen Jahr wurde um 1,3 Millionen Euro überzogen.

Die SPD hat am Montag während ihrer Fraktionssitzung über den aktuellen Sachstand beraten. “Wir gehen davon aus”, sagte Sprecher Markus Nöhl am Mittwoch gegenüber dem reporter, “dass die Stadt und Herr Sibelius fortan getrennte Wege gehen.” Die Verwaltung sei nun in der Pflicht, Konsequenzen aus dem Desaster zu ziehen. Damit deutet sich eine große Koalition für die Trennung von Sibelius an. Zu der gehören auch Freie Wähler (FWG), FDP und AfD. Grüne und Linke haben sich bisher noch nicht öffentlich zur Causa Sibelius geäußert.

Extra
Für Marion Schneid ist Kultur Lebensqualität.

Für Marion Schneid ist Kultur Lebensqualität.

Für Marion Schneid, kulturpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, steht außer Frage, dass auch die Landesregierung bei der Kontrolle der Stadttheater mitsprechen muss. Ferner müsse die Finanzierung der Kulturhäuser überprüft werden. “Das Spielgeld, das in den Etats für die Kunst zur Verfügung steht, wird immer kleiner”, so Schneid. “Deswegen brauchen wir einen dynamischen und keinen starren Deckel bei der Landesförderung.” Der Forderung des Steuerzahlerbundes, die Stadttheater in Rheinland-Pfalz zu schließen, erteilte die Christdemokratin hingegen eine klare Absage. “Kultur ist Lebensqualität und für das gesellschaftliche Leben in einer Stadt enorm wichtig”, betonte Schneid. Für den Journalisten Marin Eich spricht nichts dagegen, das hessische Modell auf Rheinland-Pfalz zu übertragen. “Dort findet eine enge Kooperation zwischen den Häusern statt”, so Eich, “gleichzeitig sitzt das Land in den Kontrollgremien der Häuser, die auch mit Landesmitteln finanziert werden.”

Extra

In einer reporter-Umfrage spricht sich die große Mehrheit (91 Prozent) der Teilnehmer für den Rücktritt von Kulturdezernent Thomas Egger (SPD) aus. Seit dem vergangenen Freitag nahmen 1.778 Leserinnen und Leser an der nicht-repräsentativen Umfrage teil. Nur neun Prozent sind für den Verbleib Eggers. Der Sozialdemokrat lehnt einen Rücktritt bisher kategorisch ab.


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Erstellt am Autor Eric Thielen in Dossier Theater, Featured, Meinung 21 Kommentare

21 Kommentare zu Theater Trier – “Mehr wissen, weniger glauben”

  1. Anna Majewski

    @Herr Dahm: Ein Anruf in Eggenfelden und ein Blick in deren Bücher hätte genügt, um KS gar nicht erst antreten zu lassen. Trotzdem Hochachtung, dass Sie zu den eigenen Fehlentscheidungen stehen.
    Für ihn ist alles soweit planmäßig verlaufen…mehr Profit kann man in einem Jahr aus einer Kleinstadt nicht rauspressen unter dem Deckmantel der Kunst: Er hat alle seine Werke, die er übersetzt bzw wo er mitgespielt hat sofort auf den Spielplan gesetzt, um mehrfach abzukassieren. Er hat so viel wie möglich seiner Künstlerfreunde und -freundinnen mit Rollen oder Regiearbeiten verpflichtet, selbst im Sommer 2016 noch. Somit kommt eine gewaltige finanzielle Belastung auf die Stadt zu, um diese Verträge auszubezahlen oder abzufinden. Und bei sich selbst wird er vermutlich bereits jetzt am maximalen Abfindungsplan arbeiten. Da wird auch eine fristlose Kündigung nicht nützen, er wird sich überregional als geniales verkanntes Genie und Opfer darstellen und irgendwann von einem seiner Künstlerfreunde wieder an ein Haus engagiert werden. Trier darf man gratulieren, dass der Spuk nun bald ein (teures) Ende findet. Die Hauptsache: Weg mit diesem Versager und ein Neuanfang mit neuem unbelasteten Personal. Ich würde auch die Frau John und andere nicht übernehmen. Schließlich haben sie von Anfang an KS bejubelt und standen hinter ihm. Nun wollen sie nichts gewußt und keine Budgetverantwortung gehabt haben.

     
    • Ernst Meier

      Liebe Frau Majewski, ob der Anruf im Landratsamt Pfarrkirchen genügt hätte wage ich zu bezweifeln. Herr K.M.Sibelius hat die alle verführt. Er kann das. Zweifler waren in seinen Augen und in den Augen seiner Dienerschaft immer homophob.Auf diesem Gaul reitet er immer noch herum.Aber das Internet bot wirklich viel, viel Information, wenn man sich denn informieren wollte. Und in Pfarrkirchen (in Eggenfelden steht nur dieses Theater, der Landkreis finanziert)gab es sogar einen Parteigenossen Ihres Herrn Leibe, der sich der Homophobie verdächtigen lassen mußte, weil er diesem Herrn S. und seinen “Leistungen” sehr reserviert begegnete. Unsere damalige Landrätin lag Herrn S. förmlich zu Füßen. Ohne ihre Interventionen hätten sich die anderen nicht so einwicklen lassen. Das Gegenstück zu Ihrem Herrn Egger eben. Aber besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Eines kann sich dieser Herr S. auf seine Fahne schreiben: Wieder mal solche Kulturbanausen abgezockt in der Provinz.

       
  2. Dietmar Marx

    Der Bericht trifft es exakt. Danke an die CDU für die interessante Veranstaltung!

     
  3. Hans Maier

    Immer wieder erstaunlich, dass es Worte von ‘Außen’ benötigt, um das, was lange bekannt war, noch mal zu hören. Hier im Forum wurden solche Sachen ja als Geschwätz ohne Hintergrundwissen usw. abgetan. Und jetzt? Wahrheit knüppelhart!
    Nur: außer dass mit dem momentan erkrankten Intendanten niemand mehr zu tun haben möchte, höre ich nichts. Soll das schon alles gewesen sein?
    @ Herr Dahm: Respekt. Anscheinend sind Sie der Einzige, dem diese Erkenntnis gekommen ist, etwas nicht so gutes mitverantwortet zu haben.
    Wo bleiben die anderen?

     
  4. Susanne Decker

    In der Tat ein sehr aufschlussreicher und kurzweiliger Infoabend! Deutlich gezeigt hat sich in den sehr klugen Wortbeiträgen der Zuhörer, welche Wut sie angesichts der selbst verschuldeten Misere auf die Verantwortlichen in der Politik haben. Jetzt waren sicherlich gestern Abend in erste Linie Theaterinteressierte oder zumindest Bürger, die ein Theater grundsätzlich wichtig finden, bei der Diskussionsrunde. Wie groß mag der Zorn bei all jenen Bürgern angesichts der verschwendeten Steuergelder sein, die ein Stadttheater keineswegs unverzichtbar finden? Diese große Klientel wieder davon zu überzeugen, dass ein Theater in Trier die Steuermillionen auch wert ist, die es bekommt, dürfte die größte Aufgabe in naher Zukunft sein. Ansonsten sehe ich einer möglichen Volksabstimmung, wie sie eine AfD durchaus durchbekommen könnte, mit Schrecken entgegen!!!

     
  5. dylla

    Ja es war eine erfrischende Veranstaltung, irgendwie war es doch irritierend, mal in einem Raum die Vielfalt an Informationen zu hören, die doch kontrastieren oder gänzlich auseinandergehen. Beispiel: Die Idee von einem “Staatstheater” Trier…und dem Abbau des bestehenden. Ebenso war es interessant, dass das Argument, man habe nichts über Sibelius unrühmliche Vergangenheit gewusst, als man sich für ihn entschied, immer noch glaubhaft gemacht werden soll. Es geht nicht, wie es auch hieß, um “bashing”, es geht hier um klare Zahlen und Fakten, nicht zuletzt auch um künstlerische Fragen und auch um Geschmack. Nicht immer kann man da sinnvoll streiten. Aber die Abonnenteneinbrüche lassen ja da auf einen vernünftigen gemeinsamen Nenner schließen. Mich empört immer noch die Kunde von den Einnahmen, die Herr Sibelius nunmehr zu erwarten hat. Rechnet man die hoch, dann könnten damit mehrere Produktionen gestemmt werden. Oder einfacher, um mal eine andere Maßeinheit ins Spiel zu bringen: Drei kinderreiche Familie könnten von diesem ergaunerten Geld (!!!) sorgenfrei bis 2020 leben. Da stimmt doch etwas grundsätzlich nicht. Es ist eine Schande, eine wirkliche Schande,bin ich jetzt schon ein “Wutbürger”, dann gern. Claudia Dylla

     
  6. Rupert

    Interessant war ja in der Diskussion im Anschluss an die Podiumsveranstaltung, dass lediglich die Theaterpädagogin Frau Krisztina Horvath die einzige Stimme pro Herrn Dr. Karl Sibelius war.
    Die dann auf ihre Art versuchte, die Eggenfelder Ära gerade zu rücken getreu nach dem Motto “Google irrt”.
    Vielleicht sollte auch sie sich aus der Symbiose zu ihrem Chef lösen. Denn wenn die Sitzung des Steuerungsausschusses in der kommenden Woche die fristlose Kündigung des Herrn Generalintendanten beschließen sollte, dann werden ja zwangsläufig andere Zeiten am Theater Trier anbrechen.

     
  7. Dieter

    “Jeder hat die Mitarbeiter, die er verdient …” Es ist schon erstaunlich, wie manche Stadträte so naiv sein können, die Sanierung des Theaters einem Künstler anzuvertrauen und auch noch daran zu glauben dies könne gut gehen. Man kan drüberr streiten ob Sibelius als Besetzung die richtige Wahl war, doch dies geht am Kernproblem vorbei. Allen Verantwortlichen war klar, dass das Theater a) ein Sanierungsprojekt war und ist und b) auch inhaltlich einer neuen Linie bedurfte.
    Die eigentliche Projektleitung hierzu und damit die Verantwwortung obliegt Herrn Egger.
    Bei aller Mediendisskussion und öffentlichen Schelte: es gibt nicht DEN Schuldigen sondern DIE Schuldigen. Sibelius nun als Ausgemach des Übels für die mangelnde Sorgfaltspflicht der Verwaltung zu machen ist armseelig. Ich mag den Kerl auch nicht, doch sachlich gesehen war der Job zum Scheitern verurteilt. Es wurden falsche Erwartungen projeziert, es wurde laufen gelassen und und und … Last not least der Bock zum Gärtner gemacht. Kunst hält sich nicht an Budgets und wird sich nie selbst sanieren können. Hier wäre man besser berate gewesen eine Doppelspitze zu installieren, welche Kunst- und Sanierungserfordernisse als Teamaufgabe begreift. Auch wenn ein Theater kein Wirtschaftsunternehmen ist gelten trotzdem die gleichen Regeln. Dies scheint manch Stadtrat nicht bewusst zu sein.
    Genauso wie auch für ein Theater das Arbeeitsrecht gilt und somit a) die Sanierung erst mal mehr geld kostet und b) die Sibelius-Korrektur nochmals ein Loch ins Budget reissen wird. Wer denkt, dass eine fristlose Künddigung ohne Schaden über die Bühne geht, der träumt. Der Vertrag wurde verlängert und damit sind Fakten geschaffen worden, die nun nochmal Geld kosten werden. Dumm gelaufen, weil dumm gemacht…
    Schauen wir mal wer nun kommt und alles richten soll.

     
  8. Dr. Norbert Fischer

    Bei den Verantwortlichen herrscht jetzt das Motto “rette sich wer kann”. Es war allen von Anfang an bewußt, daß durch die Person Sibelius aus einem Problemtheater ein Skandaltheater werden würde. Man hat dieses Spiel bewußt gespielt. Warum wurde das gemacht? War die ganz persönliche Interessenlage ausschlaggebend? Welche Seilschaften waren da am Werke? Wie lange bleibt ein Marc-Bernhard Gleißner noch Leiter der Sparte “0”?

     
    • Anna Majewski

      Genau Herr Dr. Fischer. Ich habe es schon mehrfach geäußert und auch unter der Belegschaft kursiert schon lange die Vermutung, dass hier bewußt platt gemacht werden soll, d.h. Sanierung in Richtung Bespiel-und Kongresshaus. Ich denke hier liege ich nicht ganz falsch. Nun kommen von den Beteiligten Schutzbehauptungen bzw gar nichts. Und das Engagement von Leuten wie Gleißner kann man getrost auch zwischenmenschlichen Sympathien zurechnen, um es druckfähig zu formulieren.

       
  9. Gerd Dahm

    Ich habe mich auf der Veranstaltung zu Wort gemeldet, weil Herr Eich den Eindruck erweckt hat, die damalige Findungskommission sei völlig ahnungslos, dilettantisch und überfordert gewesen. Ein Blick in die Bücher von Rott hätte nicht geholfen. Die Bilanz der „Sibelius-Ära“ war nicht gezogen und die Daten seines zweiten Jahres in Rott lagen nicht vor. Natürlich wurden wir von dort nicht gewarnt. Das Problem lag nicht nur in der Findungskommission und seiner Berater, sondern in der Handlungsunfähigkeit des Rates und seiner Ausschüsse. Der zuständige Dezernent hat die Arbeitsaufträge nicht eingefordert. Der sog. Generalintendant hat seine Kraft und Zeit auf der Bühne eingesetzt, statt belastbare Arbeitsplatzbeschreibung für die Spartenleitungen auf den Tisch zu legen.
    Es gab zahlreiche Gelegenheiten, den Herrn Sibelius mal „einzunorden“ und den Schaden für das Haus einzudämmen. Man sehe sich z.B. die Zuschauerzahlen an. Die Einbrüche sind nicht in den vergangenen zwei Monaten entstanden. Aber die „Blindheit“ ging ja so weit, dass man im Juli noch einen komfortablen Vertrag beschlossen hat.
    Die Findungskommission hat einen falschen Kandidaten ausgewählt. Das ist so! Das ist äußerst bedauerlich, kann auch passieren, sollte aber nicht. Ich werde mich über die Gründe, die dazu geführt haben, hier nicht äußern. Aber das größere Versagen liegt in der Verantwortung der Menschen, die anschließend die Kontrolle auszuüben hatten und sich von Sibelius auf der Nase rum tanzen ließen, statt die offensichtliche Fehlbesetzung zeitig zu korrigieren.
    Nach vorne blickend bleibt nur die Chance, bald möglichst eine neue Intendanz zu installieren. Ob diese Person die Herkulesaufgabe, den Laden neu aufzustellen, mit der alten Mannschaft (die haben ja größtenteils auch nicht durch kritische Korrektur des Intendanten geglänzt) bewältigen sollte, halte ich für äußerst riskant. Diese Mannschaft hat sich immer als Einheit präsentiert. Das Sibelius so agieren konnte, ist auch von denen zu verantworten, die durch ihr Nichteingreifen seine selbstherrliche Führung ermöglicht haben. Es ist zu einfach, sich mit dem „Direktorenschild“ an seiner Bürotür zufrieden zu geben. Direktoren haben auch Verantwortung.
    Man schaue sich nur mal an, wer damals den Erpressungsbrief an den Rat, der zur Beseitigung des GMD Victor Puhl führen sollte, alles unterschrieben hat. „WIR sagen es letztmalig und in aller Entschiedenheit……wird es nur um den Preis der Demissionierung des gesamten Leitungsteams geben“ heißt es dort!! „WIR“ stand ausschließlich in diesem unverhohlenen Drohbrief, unterschrieben hat das ganze“ Leitungsteam“. Dann sollten jetzt auch alle, die noch da sind, die Konsequenzen ziehen und Platz machen für einen wirklichen Neuanfang.

     
    • Anna Majewski

      Doch bitte Herr Dahm, äußern Sie die Gründe für die Fehlentscheidung. Muss noch irgendjemand geschützt werden? Oder haben Sie Nachteile zu befürchten(wird ja heute inflationär eingesetzt, wenn man sich nicht auf Glatteis begeben will)?Sie haben bis jetzt als fast Einziger Verantwortlicher Größe und Fähigkeit zur Selbstkritik gezeigt- Hut ab! Die Gründe interessieren nicht nur mich brennend. Um den Finger gewickelt…..Es war also eine Theaterperformance, der Sie aufgessen sind? Bei so einer wichtigen Personalie? Und wieso wußten andere Quellen von KS Deifiziten in Eggenfelden? Nur die Findungskommission hatte keinen Möglichkeit? Das klingt nicht glaubwürdig. Sollte in der Provinz eine Homo-Gender-Ikone etabliert werden oder ist diese Lobby so stark?

       
    • Ernst Meier

      Sehr geehrter Herr Dahm, unser Landkreis heißt Rottal-Inn und hat mit Rott (einem kleinen Weiler bei uns) und mit einem oder mehreren Rott nichts zu tun. Unser Landkreis ist flächenmäßig relativ groß und hat ca. 110.000 Einwohner, mal mehr mal weniger. Wir besitzen!! das einzige Landkreistheater in dieser Republik und seit Herr Sibilius nicht mehr hier weilt, auch wieder ein besser besuchtes. Es wundert mich allerdings jetzt nicht mehr, daß im Stadtrat der Stadt Trier so wenig Informierte zu finden sind, wenn sie nicht mal wissen wo dieser Herr Intendant vorher seine Wirkungsstätte hatte.

       
  10. Rupert

    Welche durchschlagenden Änderungen an der Struktur des Theaters Trier gab es denn eigentlich nach den Protesten und der Petition “Pro Ensemble-Theater Trier” in 2013 ff.? Dringend notwendige Sparmaßnahmen wurden doch gar nicht umgesetzt, weiterhin ein 3-Sparten-Theater kraft Stadtratsbeschluss. Dann dieses Bespielen von Außenspielstätten: warum? Wie viele Gewerkschaften haben das Sagen in diesem Haus? Hat sich an der Anzahl der Mitarbeiter(innen) wesentliches getan? Personalkosten insbesondere durch Tarifanpassungen steigend, Zuschauerzahlen stark rückläufig. Zudem dürfte der Zusammenhalt im Hause schwinden. Der Generalintendant ist ja jetzt schon Geschichte, dann geht Ulf Frötzschner zum Ende der Spielzeit 16/17. Daher sehe ich insbesondere für das Schauspiel-Ensemble die Auflösung als sehr wahrscheinlich an, durch Fluktuation, Auslaufen befristeter Verträge. Quo vadis, Theater Trier?

     
  11. Dietmar Marx

    Ich denke, man sollte über das Thema jetzt mal so den Mantel legen, dass -vor allem im Interesse der Mitarbeiter- jetzt mal etwas Ruhe einkehrt. Ich kann mir vorstellen, dass einige da ganz schön mit den Nerven am Ende sind, nach alldem was zu lesen und zu hören war. KMS ist ja, wie Herr Thielen so schön schreibt, “Geschichte”. Jetzt muss es darum gehen, dass Haus zu “retten”. Das heißt nicht, dass die Verursacher (Herr Egger eingerechnet) nicht zur Verantwortung gezogen werden. An das Eingeständnis von Schuld (Herr Dahm ist die löbliche Ausnahme) glaube ich als Normalbürger nicht mehr. Welcher Politiker hat schon den Mumm, über seinen eigenen Schatten zu springen? Mit dem Theater ist auch das ganze Erscheinungsbild der Politik in Trier ramponiert. Aber darauf haben Herr Thielen und Herr Eich ja mehrfach und auch zu Recht hingewiesen.

     
  12. Robert Friedrich

    Wer sich erinnern mag: Über die Schließung des Theaters wurde mindestens schon zu Zeiten unseres Intendanten Webers laut nachgedacht. Pläne, aus dem Theatergelände, ein Einkaufszentrum à la Trier Galerie zu machen, lagen schon fertig in den Schubladen.
    So mancher Politiker hat schon damals mit dem Gedanken gespielt, das “marode Zuschussgeschäft” mit dem lukrativen Verkauf oder der Verpachtung der Immobilie samt Gewerbesteuer, zu beenden. Damals gab es aber eine breite Unterstützung der Öffentlichkeit für das Theater. Nicht zuletzt mit Unterschriftensammlungen wurde dies eindrucksvoll bekundet. Ein starker Gegenwind schlug diesen Plänen entgegen.
    Mittlerweile sind die Immobilienpreise weiter gestiegen. Das Interesse an diesem Grundstück im Herzen der Stadt ist nach wie vor groß. Wo sonst ergäbe sich die einmalige Möglichkeit, an guten Baugrund mitten in der Stadt zu kommen. Wann sonst hätte die Stadt die Möglichkeit bei historisch guten Marktpreisen die Stadtkasse zu sanieren? Ich frage mich daher, ob es angesichts des damals sehr klaren Widerstandes der Öffentlichkeit nicht doch politisches Kalkül gewesen ist, mit der Wahl eines “passenden Kandidaten”, das Ziel auf “eleganterem” Wege zu erreichen.

    In der Tat: Es war ein Russisches Roulette, was da gespielt wurde. Um Arbeitsplätze, Pöstchen, Geld und Vertrauensverlust. Ich frage mich, wie es wohl weiter gegangen wäre, wenn nicht ein Herr Leibe als neuer OB gewählt worden wäre. In Kommentaren und Leserbriefen wird es deutlich: Das Theater hat enorm viele seiner Unterstützer verloren. Leider zu Recht, denn viele können diese Missstände nicht mehr nachvollziehen. Das, was mit so großem Engagement seitens der Unterstützer und der Theaterangestellten erreicht worden ist, wurde binnen einer Spielzeit verspielt. Der Imageschaden ist immens.
    Könnte es nicht so sein, dass dieses Russische Roulette nicht genau auf diese Reaktion abzielte, um das Theater am Ende “sozialverträglich” schließen zu können? Und wie sieht die Reaktion der Politik aus? Wie zu lesen, hat bisher nur Herr Dahm öffentlich Verantwortung übernommen. Was ist da los? Angesichts dieser ganzen Umstände fällt es schon sehr schwer, diese ganze Geschichte als reine Naivität seitens der Politik zu verbuchen.

     
    • Anna Majewski

      Sie haben vermutlich den Finger drauf, Herr Friedrich.

       
  13. Peter Müller

    Auf der Startseite dieses Blogs gibt es oben rechts eine Werbung des “Kleinen Trierer Volkstheaters” zu sehen. Die Leistungen dieses aus Amateuren bestehenden Ensembles beweisen seit vielen Jahren, wie Kultur für und nicht gegen die Bevölkerung zu machen ist. Die Ereignisse am Theater Trier sind allenfalls der groteske Kulminationspunkt einer Krise des Subventionstheaters, für die Sibelius allenfalls stellvertretend steht. Es handelt sich hier vielmehr um einen elitären Kulturbegriff aus dem Elfenbeinturm. Man glaubt einen Bildungs- ja gar einen Erziehungsauftrag zu haben. Sibelius hatte nichts mit der szenischen Umsetzung der drei Bach-Kantaten zu tun, aber Ereignisse wie dieses sind es, die Menschen dazu bringen, die Theater zu verlassen oder erst gar nicht zu besuchen. Wer dies offen kritisiert, der gilt als Reaktionär. Nur ist Kulturkritik nicht allein deswegen falsch, weil sich so ähnlich, wie in Trier, auch die AfD äußert. Brecht, der rechter Neigungen eher unverdächtig war, hat nicht umsonst Werktreue verlangt. Verhunzte oder politisch korrekt zurecht geschliffene Inszenierungen – Carmen ohne Stierkampf und Arbeiterinnen in der Zigarettenindustrie, Shakespeares Othello ohne schwarz geschminkte Darsteller, weil Blackfacing ja rassistisch ist – dieser ganze hanebüchene Kunstbegriff ist es, der die eigentliche Krise des Subventionstheaters ausmacht. Ich habe an dieser Stelle mit Sibelius, bevor dieser seine Intendanz antrat, ein kleines Scharmützel geführt. Es ging um eine Rezension des Reporters über eine Inszenierung der Orestie, auch eine Sache mit der Sibelius nicht zu tun hatte. Ich fragte damals polemisch, worin denn der Unterschied zwischen den Preisträgern des Fritz-Kortner-Preises und dem Namensgeber desselben bestünde. Meine Antwort war, Kortner habe die Stücke, die er inszenierte, wenigstens verstanden. So richtig widersprochen hat er mir damals nach meiner Erinnerung nicht.

     
    • Robert Friedrich

      Sehr geehrter Herr Müller, Sie haben zwei Institutionen in Zusammenhang gebracht, Dir mir am Herzen liegen: Das Trierer Volkstheater und das Trierer Stadttheater. Beim Volkstheater durfte ich vor einigen Jahren als Statist auf der Bühne stehen. Ich habe diese einmalige Begeisterung des Publikums jedesmal hautnah miterlebt. Beim Stadttheater stand ich u.a. auch als Chorsänger in der von Ihnen angedeuteten “Carmenproduktion” auf der Bühne. Hier habe ich sowohl die lauten Buhrufe in Richtung Regisseur als auch stürmischen Beifall erlebt. Und genau darin liegt auch der Unterschied. Ich teile Ihre Ansicht über die Ästhetik solcher Art von Inszenierung, der Vergleich zwischen Volkstheater und Stadttheater greift aber meiner Meinung nach nicht zu kurz. Beim Volkstheater bekommt man das, was man erwartet: beste Unterhaltung, viel Freude und einen augenzwinkernden Blick auf sich selbst. Das ist das Erfolgsrezept. Das kann nicht allein der Anspruch eines Stadttheaters sein. Übrigens, dass Theater auch “werktreu” kann, hat u.a. die Produktion “Die Ausflüge des Herrn Broucheck” dieses Jahr gezeigt. Der Punkt ist, und den halte ich für sehr zentral, die Kommunikation für die Produktionen. Das hat auch Herr Eich in seiner Rede deutlich zum Ausdruck gebracht. Mit jedem Stück sind Erwartungshaltungen u.a. hinsichtlich Inszenierung und Ausstattung verbunden. Die spannende Frage ist dann: Wie reagiere ich auf diese Erwartungen: bediene ich Bilder, “überrasche” ich mit neuen Bildern oder provoziere ich bewußt? Am Beispiel “Carmen” stand klar die Provokation im Focus. Das verprellt leider die Theaterbesucher, die sich auf einen “schönen Opernabend” mit einem klassischen Stück freuen. Mit einer ehrlichen Kommunikation im Vorfeld wäre das nicht passiert. Wer das Publikum immer wieder so vor den Kopf stößt, der braucht sich nicht zu wundern, dass er vor halb leerem Haus spielt. Und das weiß auch im Grunde jeder Regisseur. Warum dann trotzdem “gegen den Strich gebürstet wird” wäre ein Thema für sich. Aber Theater darf nicht nur bedienen, es muß auch “herausfordern”. Das gelingt in der überzeugenden Verbindung von Bekanntem mit Neuem oder Fremden, sowohl inhaltlich als auch ästhetisch. Aktuelle gelungenes Beispiel “Im weißen Rößl”.
      Wie jeder Kinobesucher, so muß auch jeder Theaterbesucher die Möglichkeit haben, einen ehrlichen ersten Eindruck zu bekommen. Die Außenkommunikation ( Z.B. Plakate, Flyer) muß klare Hinweise auf die Art und Stil der Inszenierung geben, die richtigen Erwartungen wecken, neugierig machen und überraschen. Schlicht und einfach ein Teil der Inszenierung selbst sein.

       
      • Peter Müller

        Ich stimme Ihnen zu, Herr Friedrich, das Theater braucht auch Experimente. Aber oft hat man es nur, Sie erwähnen es ebenfalls, mit Provokationen um der Provokation willen zu tun. Mit der Carmen-Inszenierung meinte ich übrigens nicht die Trierer, sondern eine australische. Man sieht also, das Problem existiert in allen westlich orientierten Gesellschaften.

         
  14. augur

    Zur vorangegangenen Diskussion empfehle ich ergänzend den nachfolgenden Artikel:

    Debatte um die Zukunft des Stadttheaters II – Stadttheater ist nicht nur eine Organisation oder Institution, sondern eine kulturelle Form

    Die Funktion des Stadttheaters

    von Ulf Schmidt

    http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=5941:debatte-um-die-zukunft-des-theaters-ii-stadttheater-ist-nicht-nur-eine-organisation-oder-institution-sondern-eine-kulturelle-form&catid=101:debatte&Itemid=84

     

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