Trier in Ruinen

TRIER. Die Bombardierungen des 2. Weltkriegs schlugen im Winter 1944 viele Wunden in den historischen Kern der Stadt Trier. Doch kein Schaden traf die Bürger der Stadt so tief wie die Zerstörung der Steipe am Hauptmarkt. Jetzt ist das Stadtmuseum Simeonstift im Kunsthandel auf eine außergewöhnliche Darstellung der Steipe in Trümmern gestoßen, die bislang einzigartig ist.

Auf einem Salontisch, vermutlich aus der unmittelbaren Nachkriegszeit, ist unter anderem das Steipeneck im Zustand des Jahres 1945 dargestellt. Der Museumsmitarbeiter Dr. Bernd Röder, der den Tisch im Kunsthandel entdeckt hat, stellt die Neuerwerbung am 10. März, 19 Uhr, in einem Vortrag vor: Dabei wird er nicht nur auf die kunstvolle Gestaltung und das Bildprogramm des Tisches eingehen, sondern auch auf die bewegte Geschichte der Trierer Steipe, die mit großer Anteilnahme und Unterstützung der Trierer Bürgerschaft in den Sechzigerjahren rekonstruiert werden konnte und heute in ihrer ursprünglichen Erscheinung den Hauptmarkt prägt. Der Eintritt beträgt sechs Euro; Studierende im Rahmen von DiMiDo: Eintritt frei. (tr)


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