Trier-West – Dreyer: “Zustand nicht akzeptabel!”

Im Mai hatte Dreyer OB Wolfram Leibe die Bewilligungsbescheide des Landes persönlich in Trier-West übergeben.

Im Mai hatte Dreyer OB Wolfram Leibe die Bewilligungsbescheide des Landes persönlich in Trier-West übergeben.

TRIER. Am morgigen Dienstag wird sich der Trierer Stadtrat (Sitzungsbeginn 17 Uhr) mit dem Antrag der SPD-Fraktion “Fortschritt für Trier-West – Gneisenaubering entwickeln!” zur Situation im westlichen Stadtteil beschäftigen. Nach den Trierer Sozialdemokraten meldet sich nun auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin und Trierer Landtagsabgeordnete Malu Dreyer zur reporter-Berichterstattung über den Stillstand in Trier-West zu Wort. Dreyer begrüßt ausdrücklich den Antrag der SPD, die einen genauen Zeitplan für das weitere Vorgehen im Stadtteil festgeschrieben sehen will. “Dass seit der Bewilligung der Fördergelder durch das Land nichts passiert ist, ist nicht akzeptabel. Die Bürger und Bürgerinnen in Trier-West haben lange genug gewartet”, kritisiert Dreyer den Stillstand scharf. Im Mai hatte sie die Bewilligungsbescheide persönlich vor der alten Gneisenau-Kaserne im Trierer Westen an Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) übergeben. Vor zehn Tagen hatte Ortsvorsteher Horst Erasmy (CDU) seine scharfe Kritik an der Politik im Dezernat der zuständigen Dezernentin Angelika Birk (Grüne) erneuert.

“Das Land hat bereits im Mai 1,39 Millionen Euro für die Gebietsentwicklung in Trier-West im Rahmen des Programms “Soziale Stadt – Investitionen im Quartier” zur Verfügung gestellt, die unter anderem in die Umfeldgestaltung am Gneisenaubering und in den Bauspielplatz in der Eurener Straße fließen sollen. Anlässlich der Übergabe der Förderbescheide habe ich mir mit Oberbürgermeister Wolfram Leibe im Mai selbst ein Bild von der Situation in Trier-West gemacht. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Dass seit der Bewilligung der Gelder durch das Land nichts passiert ist, ist nicht akzeptabel. Die Bürger und Bürgerinnen in Trier-West haben lange genug gewartet”, so Dreyer in einer Pressemitteilung vom heutigen Montag.


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“Die Wohnsituation in Trier-West muss dringend verbessert werden, daher ist die Sanierung der Gneisenau-Kasernen umgehend erforderlich”, betont die Ministerpräsidentin ferner. Die Nutzung für den sozialen Wohnungsbau sei äußerst wichtig, da guter und erschwinglicher Wohnraum in Trier knapp sei. “Ich hoffe daher, dass der Rat sich dem Antrag der SPD-Fraktion anschließt. Außerdem appelliere ich an die Verantwortlichen in der Verwaltung, die Entscheidungsfindung für die Bürger und Bürgerinnen des Stadtteils transparent zu machen und die kommunalen Mandatsträger und -trägerinnen im Ortsbeirat sowie den Ortsvorsteher und die Stadtteilmanagerin in die Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen”, so Dreyer. (tr/et)


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Erstellt am Autor trier reporter in Featured, Politik Hinterlasse einen Kommentar

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