Trierer CDU segnet Schwarz-Grün ab

"Wir wollen keine Leuchttürme versprechen", sagt CDU-Fraktions-Chef Dr. Ulrich Dempfle über das schwarz-grüne Bündnis.

“Wir wollen keine Leuchttürme versprechen”, sagt CDU-Fraktions-Chef Dr. Ulrich Dempfle über das schwarz-grüne Bündnis.

TRIER. Auf einer gemeinsamen Sitzung haben Kreisvorstand und Stadtratsfraktion der Trierer CDU sowie die Ortsvorsteher und Stadtbezirksvorsitzenden der Partei am Donnerstagabend der künftigen Zusammenarbeit mit den Grünen im Trierer Stadtrat zugestimmt. Der Beschluss, der nach reporter-Informationen allerdings nicht einstimmig zustande kam, sei “nach ausführlicher Diskussion gefallen”, heißt es in einer Presseerklärung der Trierer Union. Demnach soll das Bündnispapier von CDU und Grünen “die Grundlage der zukünftigen Zusammenarbeit im Trierer Stadtrat” bilden. “Schwarz-Grün ist eine Zusammenarbeit, die zu Trier passt. Mehr noch als dies in den Parteien vielleicht schon bewusst ist, haben die gemeinsamen Gespräche gezeigt, dass die Schnittmengen zum Beispiel bei den Themen Ökonomie, Ökologie sowie Bürger- und Stadtteilbeteiligung viel größer sind, als immer noch oft behauptet wird”, erklärte Parteichef Bernhard Kaster im Anschluss an die Sitzung.

Für den Fraktionsvorsitzenden Dr. Ulrich Dempfle steht fest: “Der Wähler hat die Mehrheitsverhältnisse so bestimmt, und diesem klaren Auftrag, eine stabile Mehrheit für den Stadtrat zu bilden, kommen wir mit dieser Vereinbarung nach.” Bei acht Gruppierungen in einem Rat sei eine Zusammenarbeit zwischen Gruppen schlichtweg notwendig, damit es bei der Entscheidungsfindung nicht nur zu zufälligen Mehrheiten komme, betonen Kaster und Dempfle unisono. Die nun gefundene Form der Zusammenarbeit schließe dennoch nicht aus, dass jede Fraktion auch eigene Wege im Rat gehe, nicht jede Entscheidung müsse abgesprochen werden. “Dass Schwarz und Grün mit ihren unterschiedlichen Ansätzen auch in Trier zusammengefunden haben, daran müssen sich einige sicherlich gewöhnen. Wir verstehen dies, sind aber nach den vielen Gesprächen miteinander überzeugt davon, dass diese Zusammenarbeit für die anstehenden Entscheidungen in der Stadt die beste Alternative ist”, heißt es ferner in der Presseerklärung.

Perfekt - nach den Grünen stimmte auch die CDU am Donnerstagabend dem Bündnis zu.

Perfekt – nach den Grünen stimmte auch die CDU am Donnerstagabend dem Bündnis zu.

“Die Vereinbarung soll Grundlage einer zuverlässigen Politik werden”, so Kaster weiter. “Mit dieser Vereinbarung möchten wir jedoch niemanden ausschließen. Wir möchten für verlässliche Mehrheiten sorgen. Alle, die an einer sachlichen und konstruktiven Arbeit interessiert sind, möchten wir zur Zusammenarbeit einladen”, betont der Parteichef.

“Wir wollen keine Leuchttürme versprechen, sondern die vorhandenen Potenziale unserer Stadt besser nutzen. Zusammen mit den Grünen als verlässlicher Partner können wir gemeinsam die Kernverantwortung im Stadtrat übernehmen, damit sich wieder etwas bewegt”, so Dempfle.

Die Trierer Grünen hatten dem Bündnis ihrer Partei mit der CDU bereits am vergangenen Samstag auf ihrem Sonderparteitag zugestimmt. (tr/et)

Der Kommentar – Strategen an der Macht


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Erstellt am Autor trier reporter in Featured, Politik 3 Kommentare

3 Kommentare zu Trierer CDU segnet Schwarz-Grün ab

  1. Stefan Thesen

    “… damit sich wieder etwas bewegt”.

    Ich hoffe für uns alle Herr Dempfle, dass Sie dafür auch genügend HalloWachTropfen für Frau Birk in der Apotheke eingekauft haben. Waren Sie es nicht gewesen, die Frau Birk als untragbar für die Stadt bezeichnet haben?

    Und die Erde ist eine Scheibe, ja ja, oder dreht sie sich doch?

     
  2. A.S.

    Ohne Worte wie man sich selber so in die Tasche lügen kann und der Öffentlichkeit ein X für ein U vormacht. Über Politikverdrossenheit braucht sich wirklich niemand mehr wundern.
    Man kann garnicht soviel essen wie… Der Rest ist geschenkt.

     
  3. Ixmenia

    shame on you!!!

     

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