Trierer Universitätspräsident erhält Berufungsrecht

TRIER. Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel kann zukünftig selbst Professorinnen und Professoren an die Universität Trier berufen. Der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Konrad Wolf delegiert das Berufungsrecht des Ministeriums an den Universitätspräsidenten. Am 2. August kommt Wissenschaftsminister Wolf an die Universität Trier, um mit dem Universitätspräsidenten eine entsprechende Vereinbarung zu unterzeichnen.

Bei der Einstellung von Professoren an Hochschulen gilt das Hochschulgesetz von Rheinland-Pfalz. Bislang sehen die Regelungen vor, dass Hochschulen dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur ein Besetzungsvorschlag vorlegen und auf dieser Grundlage die Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer vom Wissenschaftsminister berufen wird. Der Trierer Universitätspräsident Jäckel hat beim Wissenschaftsministerium beantragt, dieses Berufungsrecht an ihn zu delegieren.

Während an der Universität Trier der Senat Berufungslisten beschließt, dem Ministerium vorlegt und die Ruferteilung dort erfolgt, kann zukünftig zeitnah zu den Entscheidungen des Senats der Universitätspräsident den Ruf selbst erteilen. Nach der Zusage der Kandidaten erfolgt die Ernennung durch den Wissenschaftsminister oder die Ministerpräsidentin. Die Übertragung des Berufungsrechtes auf den Präsidenten ist für die Universität Trier ein Pilotprojekt, das auf drei Jahre befristet sein wird. In der zu unterzeichnenden Vereinbarung mit dem rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministerium sollen neben der Delegation des Berufungsrechtes, Kriterien für die Berufung und die weitere Mitwirkung des Ministeriums festgehalten werden. (tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Die Reporter-Meldungen, inside54.de Hinterlasse einen Kommentar

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