Umweltministerin Höfken besucht SWT-Wasserwerk

SWT-Wasserwerksleiter Christian Girndt zeigt Umweltministerin Ulrike Höfken und weiteren Gästen die moderne Aufbereitungsanlage in Irsch. Foto: SWT

TRIER. Der internationale Weltwassertag, der jedes Jahr am 22. März stattfindet, steht 2019 unter dem Leitthema “Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle”. Was das aus Sicht der Landesregierung bedeutet erläuterte Umweltministerin Ulrike Höfken am Freitag bei einem Besuch im Wasserwerk Trier Irsch, eine der modernsten Aufbereitungsanlagen im Land.

“Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und zentrale Lebensgrundlage: Jedes Leben auf dieser Erde ist von Wasser abhängig. Eine sichere und bezahlbare Trinkwasserversorgung ist daher auch zentrales Ziel des Westeifel-Versorgungssystems ‘Daseinsvorsorge im Verbund gemeinsam für die Region‘. Das zeigt das Wasserwerk Irsch eindrucksvoll, das als Bestandteil des Versorgungssystems rund um die Uhr gutes Trinkwasser zur Verfügung stellt“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich ihres Besuchs. Ministerin Höfken übergab dem Wasserversorger für den Eifelkreis zudem einen Förderbescheid in Höhe von rund 176.000 Euro für die energieeffiziente Modernisierung eines weiteren Wasserwerks des Versorgungsystems in Balesfeld: “Eine Photovoltaik-Anlage erzeugt dort künftig Strom und die geplante Wärmedämmung wird den Energiebedarf senken. Damit stellt das Wasserwerk Balesfeld nicht nur qualitativ hochwertiges Trinkwasser zur Verfügung sondern leistet durch den energieeffizienten Betrieb in Zukunft auch einen Beitrag zum Klimaschutz“, so Höfken weiter.

In Irsch wird das Wasser aus der Talsperre Riveris zu Trinkwasser veredelt

Im Wasserwerk Irsch veredeln die Stadtwerke Trier (SWT) das Rohwasser der Riveristalsperre zu hochwertigem Trinkwasser. “Die hervorragende Qualität unseres Trinkwassers lässt sich auf ein durchgängiges Konzept zurückführen – von bestens überwachten Schutzgebieten rund um die Talsperre über einen hochmodernen Aufbereitungsprozess ohne Chemikalien bis hin zu einer durchgängigen Qualitätsüberwachung durch unser akkreditiertes Labor“, erklärt SWT-Vorstand Arndt Müller in seiner Begrüßung. Auch Digitalisierung und künstliche Intelligenz sollen in Zukunft eine Rolle bei der regionalen Trinkwasserversorgung spielen. So nutzen die Stadtwerke Trier seit Anfang 2019 ein künstliches neuronales Netz (KNN), um die Energieeinsatz für die Trinkwasserversorgung zu optimieren und zu flexibilisieren. Derzeitiges Ziel ist es, die Trinkwassersparte zu über 85 Prozent mit selbst erzeugtem Strom zu versorgen. Möglich wird dies durch die Ausnutzung von Energieeffizienzpotenzialen (z. B. neue energiesparende), die Steigerung der Eigenerzeugung (z. B. Einsatz von Pump-Turbinen im Trinkwassernetz, PV-Anlagen zur Direktversorgung auf den Trinkwasseranlagen) und die vorausschauende intelligente Steuerung der Anlagen und Netze unter Einsatz von KNN. “Diese Technologie ist skalierbar und soll in Zukunft einen energetisch optimierten Betrieb der Trinkwasserversorgung des gesamten Regionalen Verbundprojekts sicherstellen“, so Müller weiter.

Hintergrund: Zwischen der Riveristalsperre im Süden und der Oleftalsperre im Norden des Projektgebiets bauen die kommunalen Partner ein Trinkwasserverbundsystem. “Durch die Verbindung der einzelnen Gewinnungsgebiete können wir die Versorgungssicherheit und die Qualität der Trinkwasserversorgung erhöhen. Die Grund- und Quellwasserwerke decken dabei den kontinuierlichen Bedarf und die Talsperren dienen als Speicher für hohe Tagesverbräuche an heißen Sommertagen“, erklärt Helfried Welsch, der als Vorstand der Kommunalen Netze Eifel und als Bereichsleiter der Stadtwerke Trier das Projekt maßgeblich mitentwickelt. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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