Unbeschwert-fröhlich feiernde Menschen in Olewig

Wieder mal ein echter Hingucker: Das Brillantfeuerwerk. Fotos: Rolf Lorig

Wieder mal ein echter Hingucker: Das Brillantfeuerwerk. Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Für die Olewiger Winzer begann das diesjährige Weinfest mit einer Zitterpartie. Denn Wettergott Petrus bescherte Veranstaltern und Gästen erst einmal eine Abkühlung von oben. Doch dann hatte er offenbar ein Einsehen – für den Rest des Abends blieb es dann auch trocken.

Das Olewiger Weinfest hat nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt. Wie schon in den Jahren zuvor pilgerten Tausende in den Stadtteil, der Triers Ruf als Weinstadt maßgeblich begründet. Viele kamen aus der Stadt zu Fuß, mindestens ebenso viele Besucher griffen auf das Angebot der SWT zurück, die eigens einen Sonderfahrplan für das Olewiger Weinfest eingerichtet hatte. Trotzdem wollten aber immer noch zahlreiche Festgäste nicht auf ihr Auto verzichten. Und das, obwohl die Parkplätze rund um den für den Verkehr gesperrten Stadtteil dünn gesät sind. Was dazu führte, dass es unter anderem im Kleeburger Weg, der Hunsrückstraße oder der St. Anna-Straße zu teilweise chaotischen Parksituationen kam, die Fußgängern und Autofahrern teilweise nicht ungefährliche Situationen bescherte.

Beste Stimmung auch im Olewiger Klostergarten

Beste Stimmung auch im Olewiger Klostergarten

Völlig ungefährlich dagegen der Besuch des Weinfestes selbst. ‟Aus polizeilicher Sicht war es sehr, sehr ruhig‟, lautete die Antwort auf eine entsprechende Anfrage des reporter. Es sei zu keinen Auseinandersetzungen oder Übergriffen gekommen.

Auch Peter Terges als Sprecher der Vereinigung der Olewiger Winzer (Weingut G. F. von Nell; Weinhaus St. Annenhof; Weingut Peter Terges; Weingut Schleimer) zeigte sich nach dem ersten Veranstaltungsabend sehr zufrieden. Der Einsatz der von den Winzern beauftragten Securityfirma beschränkte sich lediglich auf gelegentliche Kontrollen von mitgebrachten Beuteln und Taschen. Ansonsten hatten auch diese Sicherheitsleute einen entspannten Abend.

Überzeugt mit einem Mix aus Funk, Rock, Blues und Jazz - Dynamite Funk

Überzeugt mit einem Mix aus Funk, Rock, Blues und Jazz – Dynamite Funk

In der Tat hätte die Stimmung aber auch nicht entspannter und lockerer sein können. Obwohl s an einigen Stellen durch die Menschenmassen zu gelegentlichen Verstopfungen der Verkehrspassagen kam, war doch nirgends Unmut spürbar, wenn man sich mal wieder Zentimeter für Zentimeter vorarbeiten musste. Im Gegenteil. Überall herrschte gute Laune vor, die Menschen unterhielten sich und lachten unbeschwert.

Für den Gast im Einsatz: Tenor Thomas Kiessling

Für den Gast im Einsatz: Tenor Thomas Kiessling

An den Getränke- und Imbissständen hatten die Betreiber alle Hände voll zu tun. Neben den etwa zehn Weinständen fanden die Besucher aber auch andere Getränkeangebote. Wer lieber ein kühles Blondes wollte wurde ebenso fündig wie Liebhaber von kleinen schwarzen Kaffeespezialitäten. Maßgeblichen Anteil an der fröhlich-ausgelassenen Stimmung hatten sicherlich auch die zahlreichen Bands. Auf der Bühne im Klostergarten heizten die Formationen ‟Casamento‟ und ‟White Chocolate‟ den Besuchern ein, im Blesius Garten beglückte ‟Dynamite Funk‟ mit einer eingängigen Mischung aus Rock, Funk, Blues und Jazz. Auch bei den Winzern, die sich nicht der Vereinigung der Olewiger Winzer angeschlossen haben, mussten die Festgäste nicht auf musikalische Unterhaltung verzichten.

Auch für den Magen ist bestens gesorgt...

Auch für den Magen ist bestens gesorgt…

Und dann war es wieder so weit: Mit einem lauten Knall kündigte sich um Punkt 23 Uhr das große Brillantfeuerwerk an, das dann in den folgenden Minuten für viele staunende Ausrufe und glänzende Augen sorgte. Mit einer Fülle an pyrotechnischen Leckerbissen setzte dieses Feuerwerk die langjährige Tradition des Olewiger Lichterspektakels fort und ließ den Stadtteil in immer neue Farben erstrahlen.

Am heutigen Samstag wird Weinkönigin Ninorta I. um 19:30 Uhr die Gäste aus Baar im Klostergarten willkommen heißen können. Für die musikalische Umrahmung sorgen dann die Bands ‟Akku Stick‟ und ‟Groovelane‟. Und im Blesius Garten gibt ‟Fooling Arround‟ einen musikalischen Überblick quer durch die Geschichte des Rock und Pop. (rl)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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