Von der Polizei zum städtischen Amtsleiter

Stabwechsel: OB Wolfram Leibe dankt dem ausgeschiedenen Ordnungsamtsleiter Jörg Elsen (links). An dem Termin im Rathaus nimmt auch dessen Nachfolger Wolfgang Laas teil. Foto: Presseamt Trier

Stabwechsel: OB Wolfram Leibe dankt dem ausgeschiedenen Ordnungsamtsleiter Jörg Elsen (links). An dem Termin im Rathaus nimmt auch dessen Nachfolger Wolfgang Laas teil. Foto: Presseamt Trier

TRIER. Kaum einer hat wie Jörg Elsen in den zurückliegenden 47 Dienstjahren so viele Veränderungen zunächst bei der Polizei, dann bei der Stadt erlebt wie Jörg Elsen. Der 65-Jährige begann im Januar 1968 seine Tätigkeit bei der Polizei im Vollzugsdienst und wurde nun von Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) als Amtsleiter des städtischen Ordnungsamts mit dem Dank für eine stets verlässliche und kompetente Mitarbeit in verantwortungsvoller Position in den Ruhestand verabschiedet.

1986 zum Polizeiamtmann befördert, kam Elsen 1987 durch die Änderung des Polizeiverwaltungsgesetzes als Stadtamtmann ins Rathaus. 1994 wurde er stellvertretender Amtsleiter des Ordnungsamtes, dessen Leitung er zwei Jahre später übernahm. Im Dezember 1999 wurde Elsen zum Oberamtsrat ernannt.

Wer Ordnungswidrigkeiten, Waffen- und Jagdrecht, Lotterien und Ausspielungen, Versammlungsrecht und das Thema Prostitution zum Aufgabengebiet hat, kann viel über turbulente Dienstjahre erzählen. In besonderer Erinnerung ist Elsen der Einsatz beim Bombenfund neben dem Mutterhaus geblieben. “Hier war die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, den Rettungs- und Sanitätsdiensten, der Polizei, dem Kampfmittelräumdienst, den Ärzten und dem Pflegepersonal absolut professionell”, so Elsen. Dabei sei für ihn greifbar geworden, dass “alles erreichbar ist, wenn Menschen sich um der gestellten Aufgabe Willen richtig reinknien”.

Elsen ist jemand, der zuhören kann und ratsuchenden Bürgern gerne geholfen hat, soweit ihm dies möglich war. Wenn nicht, hat er versucht, die Gründe zu erläutern, weshalb nicht alles machbar ist. Insgesamt denkt Elsen gerne an seine berufliche Tätigkeit zurück. Doch die wachsende Bürokratisierung, beispielsweise das komplexe und komplizierte Haushaltssystem der Doppik, hat er zunehmend als Bürde empfunden. Und was die Mail-Manie angeht, per “cc” die ganze Verwaltung über oftmals eher unwichtige Vorgänge in Kenntnis zu setzen, “um sich den Rücken frei zu halten”, wird der in Pfalzel wohnende Vater von drei Kindern und Großvater mehrerer Enkel in seinem jetzt beginnenden neuen Lebensabschnitt sicherlich auch nicht vermissen. (tr/la)


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