“Wann kommt Basta im kommenden Jahr?”

Sie treffen den Geschmack des Publikums: Arndt, Hannes, William, René und Werner (von links). Foto: Rolf Lorig

TRIER. Es gibt Künstler, denen schaut man gerne zu. Da macht es auch nichts, wenn sie bei ihrem aktuellen Gastspiel das Programm des Vorjahres wiederholen. So geschehen beim Auftritt der Kölner A-Capella-Band “Basta”, die am Mittwoch wieder in der Tufa zu Gast war.

Ein ausverkauftes Haus spricht Bände. Dem Publikum, das den Großen Saal besetzt, steht die Vorfreude auf den Auftritt der fünf Kölner Jungs buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Die meisten der Anwesenden sind deutlich älter als die fünf Rheinländer. Und vielleicht ist das auch der Grund, dass die Lacher besonders laut sind, wenn William Wahl den Neuzugang Hannes Herrmann wegen des Altersunterschieds aufzieht – Hannes ist demnach einige Jährchen jünger als der Rest der Band, was aber nicht unbedingt auf den ersten Blick ersichtlich ist. Dass Hannes nicht wirklich neu in der Band ist, er stieß bereits im Herbst 2016 dazu – geschenkt. Dass William diese Späßchen im März des letzten Jahres schon mal gemacht hat und dass die Lieder ziemlich genau in der gleichen Reihenfolge angestimmt wurden – wen stört’s?

Die Menschen haben an diesem Abend dafür bezahlt, gut unterhalten zu werden. Und diesem Anspruch wird Basta einmal mehr gerecht. Ihr Album “Freizeichen” zeichnet sich wie die Vorgänger durch intelligente und amüsante Texte aus, die Musik hat Ohrwurmcharakter.

Und die Show auf der Bühne? Auch da gibt es eigentlich nichts wirklich Neues zu berichten. Das Quintett spielt seine Routine aus, sieht von gewagten Choreographie-Experimenten ab und beschränkt sich beim Tanz auf das erforderliche Minimum. Möglich, dass die ein oder andere Zuschauerin sich da vielleicht etwas mehr versprochen hätte. Doch scheint das eher unwahrscheinlich. Denn die Trierer Fans sind wegen dem Wortwitz und den guten Stimmen beim A-Capella-Gesang in die Tufa gekommen. Und in dem Punkt gibt es an diesem Abend absolut nichts zu meckern. Man nimmt der Band ab, dass die Harmonie untereinander auch weiterhin gegeben ist. Der Spaß, den die Akteure auf der Bühne zu haben scheinen, wirkt echt und ungekünstelt. Folge: Der Funke springt vom ersten Moment an über.

Ziemlich genau 90 Minuten dauert das Konzert, dann werden vom Publikum hartnäckig drei Zugaben eingefordert. Später, am CD-Verkaufsstand, wird es dann noch eine weitere, ganz ohne Mikrofon, geben: “For the longest time”.

Als die Menschen die Tufa dann verlassen, haben viele das gleiche Thema: “Wann kommt Basta im kommenden Jahr wieder?” (rl)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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