Wenn ein dickes Weinfass von A nach B muss…

So sehen Sieger aus... Fotos: Rolf Lorig

So sehen Sieger aus… Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Seit Jahren verspricht das traditionelle Fassrollen der Olewiger Winzer Gaudi pur beim sonntäglichen Weinfest. Auch in diesem Jahr kamen die Lachmuskeln voll auf ihre Kosten. Aber es gab auch genug spannende Momente, bei denen mit den einzelnen Teilnehmern mit gefiebert werden konnte.

Was braucht man für einen gelungenen Fassroll-Wettkampf? Toppfitte und wagemutige Teilnehmer, eine charmante Weinkönigin und einen Moderator, der sein Publikum gekonnt durch alle Höhen und Tiefen eines solchen Wettbewerbs begleitet. Insgesamt hatten sich acht Zweierteams und acht Einzel-Teilnehmer für den Wettbewerb angemeldet. Den passenden Glamour brachte Weinkönigin Ninorta I. mit und für eine flotte Moderation zeichnete Thomas Vatheuer verantwortlich. Der allerdings befand sich in einem heimlichen Wettbewerb mit Peter Terges, der mit seinen trockenen Sprüchen ebenfalls die Lacher immer auf seiner Seite hatte.

Zweikampf der Winzer: Peter Terges tritt gegen Georg Fritz von Nell an.

Zweikampf der Winzer: Peter Terges tritt gegen Georg Fritz von Nell an.

Allerdings zeigte er sich angesichts der immer schärfer werdenden Sicherheitsbestimmungen auch nachdenklich. Vielleicht, so überlegte er laut, würde sich in ein paar Jahren der ein oder andere wünschen, bei diesem Rennen dabei gewesen zu sein, statt zuhause auf der Couch zu liegen. Wenn die Auflagen sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen würden, wäre schon heute ein Ende dieser Veranstaltung abzusehen. Und möglicherweise sogar des ganzen Festes, orakelte der Winzer.

Das mochte Thomas Vatheuer dann aber so nicht stehen lassen. Er sei sicher, dass es noch viele fröhliche und unterhaltsame Weinfeste in Olewig geben würde, meinte er und gab dann alles, um der guten Stimmung Vorschub zu leisten. So wie dies auch die Teilnehmer des Rennens taten. Wer bis dahin geglaubt hatte, dass es gar nicht so schwer sei, ein dickes Weinfass auf einer geraden Linie über eine bestimmte Strecke zu rollen, der musste sich in der Folge eines Besseren belehren lassen. Selbst routinierte Winzer wie Georg Fritz von Nell oder Peter Terges hatten alle Hände voll zu tun, um ihre Fässer halbwegs in der Spur zu halten.

Die Zuschauer erleben spannende Duelle

Die Zuschauer erleben spannende Duelle

Nach etwa einer Stunde stand dann das Ergebnis fest. Den dritten Platz beim Team-Wettbewerb sicherte sich die Mannschaft von ‟Kraft-Bräu‟ mit Chris und Toni. Den zweiten Platz belegte das Team der Feuerwehr mit Andreas Reuter und Micha Hammes. Der erste Platz ging an Christoph und Thomas Reuter, Vater und Sohn.

Der Spaß kommt nicht zu kurz: Peter Terges, Thomas Varheuer und Ninorta Bahno.

Der Spaß kommt nicht zu kurz: Peter Terges, Thomas Varheuer und Ninorta Bahno.

Bei der Einzelwertung (Vatheuer: ‟Das waren echt starke Kerle, die sich hier ein spannendes Kopf an Kopf-Rennen geleistet haben‟) ging der dritte Platz an Peter Michels, Platz zwei an Peter Terges und Michael Hammes konnte den Sieg mit nach Hause nehmen.

Zusätzlich hatten die Veranstalter auch noch zwei Fairness-Pokale mitgebracht. Bei der Team-Wertung ging einer an Werner Dellwing und Peter Michels, in der Einzelwertung konnte Ninorta den Pokal an ihren Verlobten Haithan weiterreichen.

Am Ende waren fast alle kräftig am Schwitzen und viele der Teilnehmer auch außer Atem. Nicht aber Peter Terges, dem alle Mühen und Anstrengungen nicht anzumerken waren. Sein ganz besonderer Dank galt den Sponsoren und Unterstützern, ganz besonders aber Georg Fritz von Nell, Peter Schleimer und Geschäftsführer Franz Kick, die durch ihre Mitwirkung dieses Rennen maßgeblich unterstützt hatten. Sich selbst sah er auf der Gewinnerseite: ‟Wer von Petrus in diesen Tagen mit einem derart guten Wetter beglückt wurde, kann sich nur auf der Gewinnerseite befinden.” (rl)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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