“Zeichen weltkirchlicher Verbundenheit”

TRIER. Um “ein großherziges Zeichen der Solidarität in gemeinsamer Verantwortung” hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann die Gläubigen im Bistum zur Unterstützung der Misereor-Fastenaktion gebeten. Die Kollekte wird am 13. März, dem fünften Fastensonntag, gesammelt und ist für das Bischöfliche Hilfswerk Misereor bestimmt. “Die Fastenaktion ermutigt, die Augen für das Unrecht heute zu öffnen”, schreibt der Bischof in einem Brief, der am 6. März in allen heiligen Messen einschließlich der Vorabendmessen im Bistum verlesen wurde. Sie erinnere ebenso “an die Verantwortung für das gemeinsame Haus, unsere Erde.”

“Das Recht ströme wie Wasser” lautet das diesjährige Motto der Aktion, die Brasilien in den Mittelpunkt rückt. In dem südamerikanischen Land, aufstrebend und zugleich krisengeschüttelt, seien der Zugang zu Wasser und die sanitäre Grundversorgung ein großes Problem. Außerdem würden Rechte auf Wohnen, auf wirtschaftliche, soziale und kulturelle Selbstbestimmung oft missachtet, führt Bischof Ackermann weiter aus. “Durch die 40 Tage vor Ostern gehen wir gemeinsam mit den christlichen Kirchen in Brasilien.” Papst Franziskus habe die gemeinsame brasilianisch-deutsche Aktion als “Zeichen weltkirchlicher Verbundenheit” gewürdigt.

Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor der Katholiken in Deutschland kümmert sich um die Entwicklungszusammenarbeit in den Ländern des Südens. Gegründet wurde es 1958. Die Misereor-Fastenaktion beginnt am Aschermittwoch und endet an Ostern. Im Jahr 2014 haben die Gläubigen im Bistum Trier rund 904.000 Euro gespendet. Bundesweit sind 14.560.000 Euro zusammengekommen. Weitere Informationen über Misereor und die Fastenaktion gibt es unter misereor.de. (tr)


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