Zum 100. Geburtstag ein millionenfacher Gruß

Jede Karte ist ein Kunstwerk für sich: das sind nur einige der Karten, die die Waldorfschule in Trier zum Jubiläum erreicht haben. Foto: privat

TRIER. Die Trierer Waldorfschule im Montessoriweg feiert – wenn auch indirekt – Geburtstag. Es war im Jahr 1919, als die erste Waldorfschule in Stuttgart ins Leben gerufen wurde. Heute gibt es über 1.100 Waldorfschulen und knapp 2.000 Waldorfkindergärten in rund 80 Ländern. Die südlichste liegt in Neuseeland. Die am höchsten gelegene Waldorfschule steht in Ecuadors Hauptstadt Quito. In Afrika, Asien, Europa, Nord- und Südamerika – überall gibt es Waldorfschulen.

Klar, dass ein solches Jubiläum auch gebührend gefeiert wird. Neben den unterschiedlichsten regionalen Aktivitäten verbindet eine davon alle Waldorfschulen, an der sich auch die  Trierer Schule beteiligt, der “Kartentausch“. Ein millionenfacher Postkartengruß rund um den Globus. Jede Waldorfschule auf der Welt schickt jeder Waldorfschule auf der Welt eine Postkarte – und bekommt fast 1.200 Karten zurück, von denen jede einzelne von einem anderen Waldorfschüler individuell gestaltet wurde. Jede Postkarte ist ein liebevoll gestaltetes Kunstwerk. Knapp 1,4 Millionen von Schülern selbstgestaltete Unikate sollen so ein weltweites Netz der Verbundenheit darstellen. Ein globales Kunstaustauschprojekt in dieser Größe hat es noch nie gegeben.

So trudeln in den Briefkasten der Freien Waldorfschule Trier seit Monaten Postkarten aus fernen Ländern wie Indien, Australien, Peru, Kenia, Thailand oder Japan. Jede Karte spricht mit Bildern und erzählt etwas von dem Land, der Schule und von dem Kind, welches sie gestaltet hat.

Aus den vielen weit gereisten Karten entsteht so in jeder Schule eine große Welt-Post-Karte, die nach und nach sichtbar macht, wie viele – und vor allem wo – es schon überall Waldorfschulen gibt. Die Schüler der Freien Waldorfschule Trier haben im Kunstunterricht, zusätzlich zur Weltkarte, sogar eine Europakarte und noch eine Deutschlandkarte bemalt. Gerade in einer Zeit, in der das Handgeschriebene und der persönliche Brief immer mehr von den digitalen Medien zurückgedrängt werden, verdeutlicht die Postkartenaktion die Verbundenheit und die Vielfalt, welche Waldorf als weltweite Schulbewegung bietet.

Die Deutschlandkarte mit den von deutschen Waldorfschulen gestalteten Postkarten ist bis zum 31. Mai im Kundenfoyer der Sparkasse Trier, in der Theodor-Heuss-Allee, zu sehen. Im Anschluss ist sie in der Volkshochschule am Domfreihof ausgestellt.

Die Unikate aus Waldorfschulen aus aller Welt und sind aktuell auf großen selbstgestalteten Ausstellungswänden in “Welt-Karten-Ansicht“ und “Europa-Karten-Ansicht“ im Foyer Freien Waldorfschule Trier, Montessoriweg 7, 54294 Trier, zu bewundern. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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